Buss-Gruppe: Auf Expansionskurs

Die Buss-Gruppe baut neue Standorte aus und plant Projekte im In- und Ausland. Offshoreprojekte soll zukünftig eine große Rolle spielen.
Redaktion (allg.)
Der Hafenlogistiker Buss Ports hat auf der diesjährigen Transport Logistic in München eine Reihe von neuen Unternehmensaktivitäten präsentiert beziehungsweise angekündigt. Dazu zählt insbesondere der Aufbau eines neuen Standorts in den Niederlanden. Das Terminal in Eemshaven soll im Juli seinen Betrieb aufnehmen. Betreiber wird die Orange Blue Terminals B.V., eine Mehrheitsbeteiligung der Buss-Gruppe. Eemshaven liegt nur wenige Kilometer von der deutschen Grenze entfernt direkt an der Mündung der Ems. Der Hafen zeichnet sich laut Buss durch einen schnellen Zugang zur offenen See und eine landseitige Anbindung an das Schienen- sowie an das niederländische Nationalstraßennetz aus. „Bereits im vergangenen Jahr haben wir verstärkt unsere Aktivitäten und Standorte ausgebaut und damit nicht nur das Dienstleistungsportfolio, sondern auch unser Einzugsgebiet erheblich vergrößert“, so Heinrich Ahlers, Geschäftsführer der Hamburger Buss Group. Mit der Übernahme von 66,6 Prozent der Unternehmensanteile der WLP Weser Logistic & Packing GmbH im Februar 2011 ist Buss nun auch am Standort Bremen mit einem trimodalen Terminal präsent. Man wolle mit dieser Übernahme die Dienstleistungen im Bereich Exportverpackung und Spedition ausbauen, so das Unternehmen. Ebenfalls im Februar hat die Gruppe den Umschlag von Eisenbahngütern im Breitspurverkehr am Standort Sassnitz-Mukran von DB Schenker Rail übernommen. In diesem Zusammenhang wurde die operative Gesellschaft Buss Rail Terminal Sassnitz GmbH gegründet. Das Portfolio umfasst die Umladung von Gütern aller Art von und auf Breitspurwaggons an. Breitspureisenbahnfähren, die Sassnitz direkt mit den russischen Häfen Ust Luga bei St. Petersburg und Baltijsk bei Kaliningrad verbinden werden, sollen dabei im Fokus der neuen Aktivitäten stehen. Das gelte ebenso für die bestehende DFDS-Verbindung nach Klaipeda in Litauen. Des Weiteren hat man das Engagement am Rügener Hafen verstärkt. Dort wurde die Terminalfläche des für den Hafenumschlag verantwortlichen Buss Sea Terminal Sassnitz beinahe verdoppelt. Hintergrund: Buss will für geplante Windenergie-Offshoreprojekte in der Ostsee gerüstet sein. Ahlers: „Die ersten Erfolge ließen nicht lange auf sich warten. Wir konnten schon zum Jahresauftakt unsere Kompetenz beim Umschlag für die Testpiles des neuen Offshore Windparks EnBw Baltic II in Sassnitz-Mukran beweisen.“ Offshore soll in Eemshaven ein großes Thema werden. Der Standort liegt in der Nähe von 21 Offshore-Windparks in der Nordsee, bietet 14 Meter Tiefgang und hat im Umfeld angesiedelte Unternehmen aus der Energiewirtschaft und angrenzenden Branchen. Ahlers: „Orange Blue Terminals kann auf das weitreichende Logistik-Know-how von Buss Ports sowie die Marktkenntnisse des regionalen Partners B.V. Scheepvaart- en handelmaatschappij Marico zurückgreifen und wird einen wichtigen Beitrag zu den Entwicklungen in Eemshaven leisten.“ (tbu)(sw)
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