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Bundesregierung: Versandhandel lässt Postmärkte wachsen

Im Jahr 2018 hat der KEP-Markt in Deutschland um mehr als sechs Prozent zugelegt. Für die Folgejahre wird weiteres Wachstum erwartet.

Das Wachstum im Postmarkt rührt vor allem vom anhaltenden Wachstum des Versandhandels. (Foto: Zalando)
Das Wachstum im Postmarkt rührt vor allem vom anhaltenden Wachstum des Versandhandels. (Foto: Zalando)
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Christine Harttmann

Die deutschen Postmärkte haben im Jahr 2018 vor allem dank der Kurier-, Express- und Paketdienste leicht steigende Umsätze verzeichnet. Gegenüber dem Vorjahr seien sie um 400 Millionen Euro auf 27,3 Milliarden Euro gewachsen, heißt es dem „Tätigkeitsbericht der Bundesnetzagentur - Post 2018/2019“, den die Bundesregierung dem Bundestag am 9. Januar 2020 vorlegte. Mit Blick auf den weiter wachsenden Versandhandel geht die Bundesregierung von einer positiven Entwicklung der Postmärkte auch im Jahr 2019 aus. Als Herausforderung der nächsten Jahre sieht sie vor allem die spürbaren Engpässe auf dem Arbeitsmarkt, die Innenstadtlogistik und Umweltauflagen.

Der Umsatz mit Kurier-, Express- und Paketsendungen (KEP) stieg den Angaben zufolge um etwa 6,4 Prozent. Für das Jahr 2020 werden deutliche Mengenzuwächse vorhergesagt – im Tätigkeitsbericht wird auf den genaueren Zuschnitt von Leistungen auf Kundenbedürfnisse verwiesen, individuelle Modelle und kürzere Lieferzeiten.

Im Briefbereich sank der Umsatz um 4,7 Prozent, der Trend der letzten Jahre habe sich 2018 beschleunigt. Die Sendungsmengen seien von 14,9 Milliarden Stück auf 14,2 Milliarden zurückgegangen, das entspricht einem Minus von 4,8 Prozent. Die Deutsche Post Gruppe bleibt mit einem Umsatzanteil von 85,4 Prozent das dominierende Unternehmen im lizenzspflichtigen Briefmarkt. Sowohl die Post als auch ihre Wettbewerber mussten Umsatzrückgänge hinnehmen.

Rückgänge verzeichneten auch die Tages- und Wochenzeitungen: Die Zahl der Sendungen ist 2018 auf 1,7 Milliarden gesunken, ein Minus von 3,8 Prozent. Aufgrund der Entwicklungen der Vorjahre und der zunehmenden Verdrängung von Printmedien werde auch weiterhin ein Rückgang erwartet.

Der Unterrichtung beigefügt ist das 11. Sektorgutachten der Monopolkommission mit dem Titel „Die Novelle des Postgesetzes: Neue Chancen für den Wettbewerb“. Darin werden die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie am 1. August 2019 vorgestellten Eckpunkte eines neuen Postgesetzes berücksichtigt. Die Kommission stellt fest, dass sich kaum Wettbewerb auf dem Briefmarkt eingestellt habe, dieser finde fast ausschließlich im Geschäftskundenmarkt statt. Die Deutsche-Post-Gruppe dominiere vor allem wegen ihres flächendeckenden Zustellnetzes den Markt. Auch im internationalen Postmarkt mangle es an Wettbewerb, da die Strukturen und Regelungen auch dort veraltetet seien. Die Reform des Postgesetzes müsse daher zügig vorangebracht werden.

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