Brexit: Europäische Spediteure fordern längere Übergangsfristen

Europäische Transportunternehmer-Verbände zweigen sich angesichts der Entwicklungen der Brexit-Verhandlungen besorgt. Eine Verlängerung der Übergangsfrist sei nötig.

Im Hafen Zeebrügge starten Fähren nach Großbritanien. Wie dort ab 2020 eine Verzollung aussehen wird oder eben nicht – das weiß noch niemand. (Foto: Erich Westendarp/Pixabay)
Im Hafen Zeebrügge starten Fähren nach Großbritanien. Wie dort ab 2020 eine Verzollung aussehen wird oder eben nicht – das weiß noch niemand. (Foto: Erich Westendarp/Pixabay)
Christine Harttmann

In einer gemeinsamen Stellungnahme heben die Verbände auf die Unsicherheit über das Ergebnis der Verhandlungen und die damit verbundenen künftigen Beziehungen zwischen Großbritannien und der Europäischen Union ab. Sie würden einen Sektor vertreten, der bei der Vorbereitung auf den Brexit Sicherheit und Zeit benötige. Zusätzliche Kosten müssten in den Planungen der zum großen Teil zu den kleinen oder mittelständigen Familienunternehmen berücksichtigt werden.

„Die aktuelle Krise, die durch die Covid-19-Pandemie verursacht wurde, gibt der Öffentlichkeit ein besseres Verständnis für die Schlüsselrolle des Straßengütertransports in der gesamten Wirtschaft.“

Ein „No Deal“ Ende 2020 hätte zusätzliche verheerende Folgen für die Transport- und Logistikwirtschaft. Unsere Unternehmen leiden bereits heute unter den Folgen der Coronavirus-Pandemie mit seiner beispiellosen Wirtschaftskrise.

Die Verbände fordern deshalb, dass „vor dem 1. Juni und dem Beginn der entscheidenden 4. Verhandlungsrunde zwischen Großbritannien und der EU eine Verlängerung der Übergangsfrist“ beantragt wird. Diese Zeit über ein oder zwei Jahre halten sie für notwendig, um die Regeln klar festzulegen, die zwischen den beiden Parteien einheitlich gelten müssen.

Die Unterzeichner der Erklärung sind der FNTR in Frankreich, der BGL in Deutschland, der NLA in den nordischen Ländern, der TLN in den Niederlanden, der FEBETRA in Belgien, der ZMPD in Polen und FinMobility in Finnland. Sie alle vertreten Straßentransportunternehme in unterschiedlichen europäischen Regionen.

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