Brennstoffzellen-Lkw: Erprobung von Nikola und Allison im Testzentrum

Der Nutzfahrzeugspezialist Allison Transmission und der Anbieter von emissionsfreien Transport-, Energieversorgungs- und Infrastrukturlösungen, Nikola Corporation, testen eine neue Fahrzeuggeneration von batterieelektrischen Fahrzeugen (BEV) der Klasse 8 und Wasserstoff-Brennstoffzellen-Elektrofahrzeuge (FCEV) im amerikanischen Allison-Testzentrum.

Zusammenarbeit von Allison Transmission und Nikola Corporation beim Nikola Tre FCEV im amerikanischen Allison-Testzentrum Vehicle Electrification + Environmental Test Center. Foto: Allison Transmission
Zusammenarbeit von Allison Transmission und Nikola Corporation beim Nikola Tre FCEV im amerikanischen Allison-Testzentrum Vehicle Electrification + Environmental Test Center. Foto: Allison Transmission

Damit kooperieren die beiden Unternehmen bei der Entwicklung innovativer Fahrzeuge der nächsten Generation. Gemeinsam wurde laut eigenen Angaben die Leistungsfähigkeit von BEV- und FCEV-Fahrzeugen in kontrollierten thermischen Umgebungen und auf Prüfständen erprobt, die eine breite Palette von Arbeitszyklen simulieren können.

Um ununterbrochene Testläufe zu ermöglichen, wurde die Wasserstoffbetankungsanlage von Nikola von einer kontinuierlichen Wasserstoffzufuhr aus dem rund 5.600 Quadratmeter großen Testzentrum gespeist. Die Fahrzeugtests beinhalteten unter anderem die Bewertung des Batteriemanagements sowie HVAC-Tests (HVAC - heating, ventilation, air conditioning). Dabei wurden Sonnen-Simulationen eingesetzt, um extreme Temperaturen zu simulieren. David Proctor, General Manager, Allison Vehicle Electrification + Environmental Test Center:

„Wir sind stolz auf die Zusammenarbeit mit Nikola bei der Entwicklung innovativer Fahrzeuge der nächsten Generation, die darauf ausgelegt sind, Emissionen zu reduzieren und die Leistung zu optimieren. Unsere Einrichtung ist in der Lage, externe Kunden bei Test- und Validierungsprogrammen für Fahrzeuge mit allen gängigen Antriebsarten zu unterstützen. Damit unterstreicht Allison sein Engagement für Innovationen und seine führende Rolle bei der Entwicklung von alternativen Kraftstoffoptionen für die Nutzfahrzeugindustrie“.

Das Vehicle Electrification + Environmental Test Center bietet Fahrzeugherstellern unter anderem die Möglichkeit, Tests in einer sicheren, kontrollierten und konsistenten Umgebung durchzuführen, die sichere, zuverlässige und wiederholbare Ergebnisse ermöglicht.

In der Testeinrichtung werden reale Anwendungen und Klimabedingungen simuliert, so dass Erstausrüster ihre Produktentwicklungs- und Validierungszeiten verkürzen und innovative Technologien und Fahrzeugsysteme schneller und effizienter auf den Markt bringen können. Zudem würde die Durchführung von Tests in einem verkürzten Zeitrahmen, der nicht von saisonalen Klima- und Straßenbedingungen abhängig sei, zu geringeren Kosten im Vergleich zu Tests auf der Straße führen, hieß es.  Adam Tarleton, Head of Vehicle Validation bei Nikola:

„Das VE+ET Center von Allison ermöglichte es Nikola, den Produktentwicklungsprozess zu beschleunigen und unseren Nikola Tre BEV-Lkw Anfang letzten Jahres auf den Markt zu bringen. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit Allison bei unserem Nikola Tre FCEV, um ein branchenführendes, klassenbestes Wasserstoff-Brennstoffzellen-Elektrofahrzeug mit der Leistung, Qualität und Zuverlässigkeit zu liefern, die die Nutzfahrzeugindustrie fordert.“

Das Testzentrum bietet die Möglichkeit, das ganze Jahr über Fahrzeugtests an einem zentralen Ort durchzuführen. Die Anlage bietet eigens konzipierte Prüfstände und Testsuiten, die für die Entwicklung neuer Produkte erforderlich sind.

Das 1915 gegründete US-Unternehmen Allison Transmission mit Hauptsitz in Indianapolis entwickelt und produziert Antriebslösungen für Nutz- und Militärfahrzeuge und ist ein Hersteller von vollautomatischen Getrieben für mittlere und schwere Nutzfahrzeuge. Allison ist weltweit mit rund 1.400 Vertriebspartnern und Händlern vertreten. In über 150 Ländern verfügt der Nfz-Spezialist über regionale Firmenzentralen in den Niederlanden, China und Brasilien, über Produktionsstätten in den USA, Ungarn und Indien sowie über Entwicklungseinrichtungen, darunter auch Entwicklungszentren für den Bereich Elektrifizierung, in Indianapolis (Indiana), Auburn Hills (Michigan) und London.

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