Bremerhaven: Erstes RoRo-Schiff der CMA CGM am BLG AutoTerminal

Die Reederei hat mit dem Erstanlauf des Car-Carrier „CMA CGM Indianapolis“ und damit ersten LNG-betriebenen Autotransporter sowie dem bunkern von LNG im Kaiserhafen doppelte Premiere gefeiert.

Die neue „CMA CGM Indianapolis“ kann mit einer Länge von fast 200 Metern und einer Breite von 38 Metern rund 7.000 Autos auf insgesamt 12 Decks transportieren. Das Hybridantriebssystem des RoRo-Schiffs umfasst sowohl einen LNG- als auch einen Elektroantrieb samt Batterie-Technik und ist mit zwei 2.000 Kubikmeter fasssenden LNG-Tanks ausgestattet. Foto: Bremenports
Die neue „CMA CGM Indianapolis“ kann mit einer Länge von fast 200 Metern und einer Breite von 38 Metern rund 7.000 Autos auf insgesamt 12 Decks transportieren. Das Hybridantriebssystem des RoRo-Schiffs umfasst sowohl einen LNG- als auch einen Elektroantrieb samt Batterie-Technik und ist mit zwei 2.000 Kubikmeter fasssenden LNG-Tanks ausgestattet. Foto: Bremenports
Daniela Sawary-Kohnen

 199,90 Meter lang, 38 Meter breit, bis zu 20 Knoten schnell und seit Ende Dezember 2023 auf den Weltmeeren unterwegs. So lauten die Rahmendaten des neuesten „Nachwuchses“ der französischen CMA CGM-Gruppe. Die Rede ist von der „CMA CGM Indianapolis“, die auf ihrer Jungfernfahrt zum ersten Mal am BLG AutoTerminal Bremerhaven festgemacht hat – um gleich ein paar Tage zu bleiben. Mirja Nibbe, Geschäftsführerin von CMA CGM Deutschland:

„Wir freuen uns sehr über diesen 'Erstanlauf' der „CMA CGM Indianapolis“. Die langjährige Beziehung zu Bremerhaven eröffnet uns neue Möglichkeiten, den Markt für rollende Ladungen zu erschließen und auszubauen.“

Der Car-Carrier, in dessen Bauch auf 12 flexiblen Decks rund 7.000 Fahrzeuge Platz haben, war nicht nur zum Löschen in Bremerhaven, sondern feierte zudem im Kaiserhafen eine weitere Premiere. Für das mit einem LNG-Hybridantrieb ausgestattete RoRo-Schiff stand in Bremerhaven mittels eines entsprechenden Tankschiffs des Unternehmens Gasum das erste LNG-Bunkern auf dem Programm.

Umschlaghafen für Roll-on/Roll-off-Transporte

Gefeiert wurde der Erstanlauf der „CMA CGM Indianapolis“, die aus dem britischen Immingham kommend auf ihrem Weg nach Singapur in Bremerhaven Station machte, am gestrigen Montag an der Kaje mit der offiziellen Übergabe einer Plakette an den Kapitän des RoRo-Schiffes, Capt. Aleksei Fadeev. Ursprünglich stammt diese traditionelle Plaketten-Übergabe aus der Kreuzfahrt – um die Verbundenheit zwischen Schiff und Stadt oder Hafen auszudrücken. Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation, Kristina Vogt:

„Mit der Ankunft der 'CMA CGM Indianapolis' in Bremerhaven und dem LNG-Bunkern im Kaiserhafen demonstrieren wir einmal mehr die gute Zusammenarbeit der hiesigen Behörden, um neue Dinge, wie hier das Betanken von Schiffen mit Flüssigerdgas problemlos zu ermöglichen. Gleichzeitig festigen wir unsere Position als führender Umschlaghafen für Roll-on/Roll-off-Transporte. Es ist ein praktisches Beispiel dafür, wie wir in Bremerhaven aktiv dazu beitragen, die maritime Industrie und die Schifffahrt insgesamt nachhaltiger zu gestalten. Wir folgen dabei dem klaren Ziel, den Überseehafen bis 2035 in einen emissionsarmen „CO2 neutralen Hafen“ zu verwandeln.“

In Bremerhaven ist CMA CGM bisher im Containerbereich tätig. BLG-Vorstandsmitglied und Chief Operating Officer (COO) Matthias Magnor ist überzeugt, dass sich diese positiven Erfahrungen im RoRo-Bereich fortsetzen werden:

„Mit über 1,7 Millionen umgeschlagenen Fahrzeugen pro Jahr ist unser Autoterminal in Bremerhaven eine der größten Automobil-Drehscheiben der Welt. Wir freuen uns, dass wir CMA CGM auch im RoRo-Segment mit unserer Expertise und unseren Dienstleistungen überzeugen konnten und die Reederei in Zukunft regelmäßig an unseren Autokajen begrüßen dürfen.“

Erstes von vier RoRo-Schiffen

Die „CMA CGM Indianapolis“ ist das erste von vier baugleichen RoRo-Schiffen, die künftig für CMA CGM unterwegs sein sollen. Die drei weiteren Schwesternschiffe sollen 2024 ausgeliefert werden. Die französische Gruppe, die Bremerhaven bislang in erster Linie mit Containerschiffen angelaufen hat, ist im vergangenen Jahr in das Segment der Autotransporter eingestiegen.

Das Hybridantriebssystem des RoRo-Schiffs  „CMA CGM Indianapolis“ umfasst sowohl einen LNG- als auch einen Elektroantrieb samt Batterie-Technik und ist mit zwei 2.000 Kubikmeter fasssenden LNG-Tanks ausgestattet, die direkt im Kaiserhafen mittels eines Bunkerschiffs befüllt werden.  Mirja Nibbe, Geschäftsführerin von CMA CGM Deutschland:

„Die „CMA CGM Indianapolis“ ist unser erster LNG-betriebener Autotransporter und unterstreicht unser Engagement, bis 2050 eine Netto-Null-Emissionsbilanz zu erreichen. Unsere Strategie zur Reduzierung des CO2-Fußabdrucks umfasst die Modernisierung unserer Anlagen sowie die Optimierung unserer See- und Landoperationen und Infrastruktur zur Steigerung der Energieeffizienz. Als Wegbereiter für den Einsatz von LNG-Schiffen haben wir bereits 2017 entsprechende Schiffe bestellt und ab 2019 Biokraftstoffe eingesetzt. Dadurch konnten wir im vergangenen Jahr unsere CO2-Emissionen um 1 Million Tonnen reduzieren.“

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