Branchenindex: Wieder mehr los auf der Straße

Auf dem europäischen Spotmarkt steigen sowohl die Straßentransportkapazität als auch die Preise wieder an – Zeichen einer wirtschaftlichen Erholung, sagt Transporeon.

Die Daten des aktuellen Transport Market Monitors deuten auf eine wirtschaftliche Erholung hin. (Foto: Pixabay)
Die Daten des aktuellen Transport Market Monitors deuten auf eine wirtschaftliche Erholung hin. (Foto: Pixabay)
Christine Harttmann

Verglichen mit dem September 2020 stieg auf dem europäischen Spotmarkt die Straßentransportkapazität im Oktober um 6,3 Prozent. Damit lag sie jedoch weiter deutlich unter dem Wert des Vorjahres. 20,3 Prozent waren es weniger als im Oktober 2019. Das geht aus aktuellen Auswertungen des Transport Market Monitors (TMM) hervor, die Transporeon zusammen mit Tim Consult am 10. November 2020 vorlegte. Demnach entwickelten sich auch die Preise positiv – zumindest auch Sicht der Transportunternehmen. Seit den Sommermonaten Juni und Juli ging es stetig aufwärts, mit einer kleinen Pause im August. Im September legten die Preise um 3,6 Prozent zu. Die Preise hätten damit den höchsten Stand in diesem Jahr erreicht und lägen über Vorkrisenniveau. Im Jahresvergleich stiegen die Preise um 1.2 Prozent gegenüber September 2019. Der Anstieg des Preisniveaus lässt sich dadurch erklären, dass das Niveau verfügbarer Kapazitäten seit mehreren Monaten niedrig ist und sich die Preise mit einer leichten Verzögerung anpassen.

Die Automobilindustrie setzt ihre Erholung fort, wie die steigenden Preise auf dem Spotmarkt zeigen, die laut TMM um 4,7 Prozent über denen vom September lagen. Der Rückgang der verfügbaren Kapazitäten um 3,6 Prozent im Vergleich zum Vormonat) ist Teil einer bereits seit Juni 2020 zu beobachtenden Entwicklung.

Wie Oliver Kahrs, Geschäftsführer von Tim Consult, einem der Tochterunternehmen von Transporeon, sagt, ist es die aktuell erste Erhöhung der freien Transportkapazität auf dem Spotmarkt seit April dieses Jahres.

„Gleichzeitig beobachten wir seit einigen Monaten steigende Preise.“

In Zeiten eines allgemein niedrigen Niveaus verfügbarer Kapazitäten auf dem Spotmarkt sei das, so Kahrs weiter, eine normale Entwicklung.

„Die Daten dieses Monats geben einen Hinweis darauf, dass der nach der Sommerpause beobachtete steigende Preistrend kein saisonales Phänomen war, sondern ein Zeichen für eine wirtschaftliche Erholung. Die interessante Frage ist nun, wie sich die zweite Lockdown-Welle in Europa auf diese Entwicklung auswirken wird.“

Der Transport Market Monitors ist ein Online-Service, den Tim Consult auf Basis von jährlich mehr als 1,8 Millionen Frachtaufträgen generiert. Die verarbeiteten Transportdaten stammen von Transporeon. In der aktuellen Ausgabe berücksichtigen sie den Monatszeitraum bis zum 9. November 2020.

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