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Branchenindex: Immer weniger Ladung auf dem Markt

Im ersten Quartal 2019 gab es deutlich mehr freie Ladekapazitäten auf dem Transportmarkt als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Gegenüber dem vierten Quartal 2018 stieg die Anzahl der Geboten je Transportanfrage sogar um mehr als 30 Prozent an.

Im ersten Quartal 2019 war deutlich weniger Ladung auf dem Markt als noch 2018. (Foto: Pixabay)
Im ersten Quartal 2019 war deutlich weniger Ladung auf dem Markt als noch 2018. (Foto: Pixabay)
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Christine Harttmann

Die Ladung wird langsam knapp, freien Laderaum hingegen gibt es immer mehr. So lässt sich das Ergebnis der 39. Ausgabe des Transport Market Monitors, den Tim Consult gemeinsam mit dem Plattformbetreiber Transporeon veröffentlicht hat, zusammenfassen. Die Erhebung zeigt die Transportpreis-, Dieselpreis- und Kapazitätsentwicklungen in verschiedenen Szenarien. Als Grundlage der Analyse dienten die Spotmarkt-Daten der Logistikplattform von Transporeon.

Um 14,9 Prozent legte der Kapazitätsindex – Gebote pro Transportnachfrage – in den ersten drei Monaten 2019 gegenüber den ersten drei Monaten 2018 zu. Gegenüber dem vierten Quartal schnellte der Index sogar um 31,4 Prozent in die Höhe. Nur wenig Änderung gab es hingegen bei den Kosten pro Kilometer, die der Branchenindex für seine aktuelle Ausgabe ermittelt hat. Zwar waren die Transporte im vierten Quartal 2018 noch um 8,4 Prozent teurer als im ersten Quartal 2019. Dahingegen stieg der Preisindex gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 1,3 Prozent.

Analog zum Transportpreisindex, der im 1. Quartal dieses Jahres verglichen mit dem 4. Quartal 2018 einen deutlichen Rückgang (-8,4 Prozent) verzeichnete, sank Tim Consult zufolge der Dieselpreisindex in ersten Quartal 2019 um 9,3 Prozent unter den Indexwert von vierten Quartal 2018. Damit zeige sich die zu erwartende Korrelation bei der Preisentwicklung der beiden Indizes. Zudem gehe der Dieselpreis erstmals wieder spürbar zurück, nachdem er ab vierten Quartal 2017 bis Ende des Jahres 2018 schrittweise gestiegen sei, heißt es in dem aktuell veröffentlichten Bericht. Obwohl die Dieselpreise bis vierten Quartal 2018 stetig zulegten, hatte die Entwicklung damals aufgrund der hohen Volatilität im Transportmarkt kaum Auswirkungen auf die Entwicklung der Transportpreise im Spotmarkt gehabt

Die aktuell erhobenen Zahlen belegen dem Tim Consult-Geschäftsführer Oliver Kahrs zufolge erstmals „die Prognose der Bundesregierung hinsichtlich einer weiteren Verlangsamung des Wirtschaftswachstums“. Der im Januar veröffentlichte Jahreswirtschaftsbericht 2019 sei, so Kahrs, noch von einem Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) um ein Prozent ausgegangen. „In der Herbstprognose war hingegen noch von 1,8 Prozent Wachstum für 2019 die Rede gewesen. Der starke Anstieg des Kapazitätsindex um 31,4 Prozent gegenüber dem vierten Quartal 2018 zeigt, dass bereits in den ersten Monaten dieses Jahres deutlich weniger Güter auf Europas Straßen unterwegs waren.“ Bei innerdeutschen Transporten hat der Kapazitätsindex mit einem Plus von 38 Prozent bezogen auf das vierte Quartal 2018 sogar noch stärker zugelegt. Das sei, so sagte Kahrs, für Europa und Deutschland der höchste Stand der letzten zehn Jahre. Vergleichbar viel freien Frachtraum habe es zuletzt zu Beginn des Jahres 2009 im Zuge der Banken- und Wirtschaftskrise gegeben.

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