Branchenindex: BGL-Konjunkturanalyse zeichnet ein indifferentes Bild

Durchwachsen – so lässt sich die Geschäftslage des deutschen Transportgewerbes im dritten Quartal 2021 beschreiben. Der Geschäftslage-Saldo fiel gegenüber dem Vorquartal und landete im negativen Bereich.

Im dritten Quartal 2021 zeigt die BGL-Konjunkturanalyse: Die Lage der Branche ist durchwachsen. (Foto: Pixabay)
Im dritten Quartal 2021 zeigt die BGL-Konjunkturanalyse: Die Lage der Branche ist durchwachsen. (Foto: Pixabay)
Christine Harttmann

Lauf BGL-Konjunkturanalyse änderte sich an den Fuhrparkkapazitäten der Betriebe nahezu nichts, während die Fahrzeugauslastung stieg und der Fahrpersonalbestand abnahm, sich die Kosten erhöhten und Gewinne schrumpften.

Auf die Frage nach ihrer Fuhrparkauslastung antworteten 21 Prozent der befragten Unternehmen, dass sich diese im dritten Quartal 2021 verbessert habe. Nur gut bei neun Prozent sank sie. Genau anders herum stellt sich die Situation beim Fahrpersonalbestand dar. Gut 20 Prozent der Unternehmen hatten weniger Fahrer als im Vorquartal, acht Prozent berichteten davon, mehr Fahrer zur Verfügung zu haben.

Zwar legten die Umsätze im dritten Quartal 2021 in der Gesamtbetrachtung bei gut 22 Prozent der befragten Betriebe zu und nur bei zwölf Prozent nahmen sie ab. Zugleich machten aber die Gesamtkosten einen deutlichen Sprung nach oben. Laut BGL ist das der höchste Wert seit dem zweiten Quartal 2008.

Ein überwältigend großer Teil der Befragten, knapp 90 Prozent, mussten insgesamt mehr Geld ausgeben. Bei mehr als 95 Prozent war das auf die erhöhten Treibstoffkosten zurückzuführen. Bei gut 74 Prozent drückten gestiegene Fahrzeugkosten. Alles in allem seien die Ausgaben damit auf den höchsten Wert seit 13 Jahren gestiegen, so die Analyse.

Dass sich die Lage wirklich verbessert, erwartet in dieser Situation keiner der Befragten. Im Gegenteil, mit 89 Prozent geht die überwiegende Mehrheit von weiter steigenden Kosten aus. Dies schlug sich wohl auch auf das Betriebsergebnis nieder. Mehr als ein Viertel der befragten Unternehmen, nämlich gut 28 Prozent, bewertete es als schlecht. Nur gut 14 Prozent ordneten ihr ihren Gewinn - oder auch Verlust - als gut ein. Damit erreichte das Betriebsergebnis-Saldo im dritten Quartal 2021 einen Tiefstand, wie zuletzt im Jahr 2013.

Auch beim Blick in die Zukunft bleiben die Unternehmen wenig optimistisch. Nur gut acht Prozent gehen von einer Besserung der Lage in den auf den Untersuchungszeitraum folgenden sechs Monaten aus. 31 Prozent hingegen blicken pessimistisch in die Zukunft.

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