BMVI: Öffentliche Straßenfahrzeuge sollen sauberer werden

Seit dem 2. August 2021 gelten bei Ausschreibungen und Vergaben neue verbindliche Vorgaben zum Klimaschutz und zur Luftreinhaltung.

 

Öffentliche Auftraggeber müssen bis Ende 2025 zehn Prozent ihrer Lkw mit alternativen Kraftstoffen wie Strom, Wasserstoff, Erdgas oder Bio-Kraftstoffen betanken. Foto: Pixabay
Öffentliche Auftraggeber müssen bis Ende 2025 zehn Prozent ihrer Lkw mit alternativen Kraftstoffen wie Strom, Wasserstoff, Erdgas oder Bio-Kraftstoffen betanken. Foto: Pixabay
Daniela Kohnen

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur hat europäische Vorgaben umgesetzt, die bis Ende 2025 beziehungsweise bis Ende 2030 einzuhalten sind.

Wenn Straßenfahrzeuge gekauft, geleast oder angemietet oder für bestimmte Dienstleistungen wie Paket- und Postdienste oder den ÖPNV in Anspruch genommen werden, müssen damit ab sofort feste Mengen Fahrzeuge emissionsarm oder emissionsfrei beschafft werden. Das gilt für Auftraggeber der öffentlichen Hand oder bestimmter Sektoren wie beispielsweise Wasser-, Energieversorgung oder Verkehrsleistungen.

Feste Mengen an Lkw und damit bis Ende 2025 zehn Prozent und danach 15 Prozent, müssen laut BMVI ausschließlich mit alternativen Kraftstoffen wie Strom, Wasserstoff, Erdgas oder Bio-Kraftstoffen betankt werden. Für ÖPNV-Busse gelten bis Ende 2025 45 Prozent und danach 65 Prozent. Zudem gilt bei den Bussen ein Unterziel, wonach mindestens die Hälfte durch Batterie, Brennstoffzellen-Antrieb oder Oberleitung emissionsfrei sein muss.

Feste Mengen an Pkw und leichten Nutzfahrzeugen, aber mindestens 38,5 Prozent, dürfen im Zeitraum bis Ende 2025 nur noch maximal 50 Gramm CO2/Kilometer beziehungsweise ab Anfang 2026 gar kein CO2 mehr ausstoßen. Zudem dürfen sie nur 80 Prozent der laut Realbetrieb-Grenzwert erlaubten Luftschadstoffe wie Feinstaub und Stickoxide ausstoßen.  Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer:

„Vor Ort geht es in die nächste Runde. Mit den neuen Regeln werden zum Beispiel Linienbusse, Liefer- oder Stadtreinigungsfahrzeuge noch sauberer und effizienter. Die öffentliche Hand muss nun einen festen Teil ihrer Flotten emissionsarm oder emissionsfrei beschaffen. Der CO2-Ausstoß sinkt, die Luft wird besser – ein wichtiger Schritt für mehr Klimaschutz und weniger Schadstoffe im Verkehr.“

Laut dem BMVI gelten die Ziele jeweils für Bund und Länder, die Länder können sie flexibel umsetzen. Zudem sind Branchenvereinbarungen auf Landesebene möglich. Ausnahmen gelten aufgrund der Einsatzanforderungen oder begrenzter Marktverfügbarkeit unter anderem für Einsatzfahrzeuge von Polizei, Feuerwehr, Katastrophenschutz, land- und fortwirtschaftliche Fahrzeuge oder reine Reisebusse.

Printer Friendly, PDF & Email
Symboldbild Transportjobs

Mehr als 750 aktuelle Jobangebote aus der Transportbranche, vom Lkw-Fahrer über Fuhrparkmanager bis zu Disposition, Teamleitung und vieles mehr mit individueller Suchfunktion und Kartenansicht bieten wir Ihnen ab sofort in unserem Job-Bereich: Ihr nächster Schritt auf der Karriereleiter?

Alle Transport-Jobs anzeigen »