BMDV: Förderung alternativer Antriebe auf der Schiene

Das BMDV lobt 93 Millionen Euro Förderung für alternative Antriebe auf der Schiene in 2023 aus. Die Frist geht bis Ende August.

Auch der Weg des Schienengüterverkehrs muss in Richtung alternative Antriebe gehen, deshalb fördert das Bundesverkehrsministerium diese mit rund 90 Millionen Euro. (Symbolbild: Pixabay)
Auch der Weg des Schienengüterverkehrs muss in Richtung alternative Antriebe gehen, deshalb fördert das Bundesverkehrsministerium diese mit rund 90 Millionen Euro. (Symbolbild: Pixabay)
Nadine Bradl

Das Förderprogramm alternativer Antriebe im Schienenverkehr des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV) geht in die dritte Runde. Ab sofort können Anträge für die Beschaffung und Umrüstung alternativer Antriebe im Schienenverkehr sowie für deren betriebsnotwendige Infrastruktur eingereicht werden. Dafür stellt das BMDV rund 93 Millionen Euro zur Verfügung.

Dr. Volker Wissing, Bundesminister für Digitales und Verkehr: „Auf nicht-elektrifizierten Schienenstrecken sind alternative Antriebe eine sinnvolle klimaneutrale Option, wenn es sich vor Ort nicht rechnet, den Streckenabschnitt mit einer Oberleitung auszustatten.  Deshalb unterstützen wir Unternehmen im Schienenverkehr technologieoffen mit weiteren 93 Millionen Euro dabei, von Dieselloks auf saubere Fahrzeuge mit Batterie oder Wasserstoff umzusteigen.“

Mit der Richtlinie zur Förderung alternativer Antriebe im Schienenverkehr unterstützt das BMDV seit Februar 2021 die Marktaktivierung und den Markthochlauf alternativer Antriebstechnologien auf der Schiene. Die Richtlinie stellt eine von vier Säulen des Bahn-Elektrifizierungsprogramms des Bundes dar, um den Elektrifizierungsgrad des Schienenverkehrs in Deutschland zu erhöhen.

Der dritte Förderaufruf zielt auf lokal emissionsfreie alternative Antriebe. Als förderfähig angesehen werden:

  • Triebzüge für den Schienenpersonennahverkehr und Lokomotiven für den Schienengüterverkehr mit lokal CO2-freien, alternativen Antrieben,
  • Lade- und Betankungsinfrastrukturen für den Betrieb alternativer Antriebe sowie Elektrolyseanlagen zur Erzeugung von Wasserstoff und
  • Studien zu Einsatzmöglichkeiten alternativer Antriebe im Schienenverkehr (Schienenpersonennah-, Schienengüter- und Rangierverkehr)

Die offiziellen Dokumente zum Förderaufruf können über die Internetseite des Projektträger Jülich aufgerufen werden. Anträge können bis einschließlich 28. August 2023 eingereicht werden. Die Vergabe der Fördermittel erfolgt in einem wettbewerblichen Verfahren.

412 Millionen Euro Förderung bis 2026

Insgesamt werden 412 Millionen Euro im Zeitraum von 2021-2026 über die Richtlinie bereitgestellt. Der Anteil der Mittel für die Fahrzeugförderung wird im Rahmen des Deutschen Aufbau- und Resilienzplans (DARP) über die europäischen Aufbau- und Resilienzfazilitäten (ARF) bereitgestellt.

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