BMDV: Bundesweiter Probebetrieb für digitalen Beifahrer

In einigen Ländern startete bereits der Pilotbetrieb des digitalen Beifahrers - seit März 2024 läuft er auch auf der Autobahn. Nun verkündet das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) die Ausweitung zu einem bundesweiten Probebetrieb.

Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr verspricht sich effizientere Großraum- und Schwertransporte dank digitaler Fahrerassistenzsysteme. (Symbolbild: Pixabay)
Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr verspricht sich effizientere Großraum- und Schwertransporte dank digitaler Fahrerassistenzsysteme. (Symbolbild: Pixabay)
Anna Barbara Brüggmann

Effizientere Großraum- und Schwertransporte erhofft sich das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) - und startet daher gemeinsam mit den Ländern in einen bundesweiten Probebetrieb für sogenannte digitale Beifahrer bei Großraum- und Schwertransporten (GST).

Zum Einsatz kommen sollen elektronische Fahrerassistenzsysteme, welche die GST entlang der genehmigten Routen navigieren und gleichzeitig die entsprechenden Fahrauflagen anzeigen sollen.

Reeller oder digitaler Assistent?

Ein menschlicher Beifahrer, der die jeweiligen Auflagen durchgibt, sei dadurch künftig nicht mehr nötig. Doch die Entscheidung, ob ein digitaler Beifahrer verwendet wird, obliegt dem BMDV zufolge den Transportunternehmen.

„Der digitale Beifahrer zeigt, wie intelligente digitale Lösungen die Logistiker ohne Abstriche bei der Verkehrssicherheit und dem Schutz der Straßeninfrastruktur entlasten. Für die Transportwirtschaft bedeutet der digitale Beifahrer eine deutliche Entlastung“, erklärt Oliver Luksic, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Digitales und Verkehr und Koordinator der Bundesregierung für Güterverkehr und Logistik.

Er zeigte sich erfreut darüber, dass kurzfristig eine Ausweitung der vereinzelt laufenden Pilotversuche zu einem bundesweiten Probebetrieb ermöglicht wurde.

„Ich bin zuversichtlich, dass Bund und Länder in diesem Geiste schon bald weitere konkrete Maßnahmen zu Erleichterung von GST vorlegen können“, fügt Luksic hinzu.

Einheitliche Vorgaben

Ein Pilotbetrieb des digitalen Beifahrers läuft bereits in einigen Ländern sowie seit März 2024 auch auf den Strecken der Autobahn. Die nun anlaufende Ausweitung zu einem bundesweiten Probebetrieb soll nach einheitlichen Vorgaben erfolgen, so das BMDV.

Die Erlaubnis- und Genehmigungsbehörden für GST würden künftig in die Bescheide eine zwischen Bund und Ländern abgestimmte Bestimmung zum Einsatz des digitalen Beifahrers aufnehmen.

Der Bund plane, nach Abschluss einer derzeit laufenden Studie zum digitalen Beifahrer der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) in Abstimmung mit den Ländern zeitnah einen Vorschlag für eine dauerhafte und reguläre Zulassung vorzulegen.

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