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Biokraftstoffe: Kritik am EU-Kommissionsvorschlag

Verbände der Bioethanolbranche und der ADAC halten den Entwurf der EU-Kommission, den Anteil von Agrarprodukten beim Biokraftstoff zu reduzieren, als den falschen Weg.
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Torsten Buchholz

Der Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft (BDBe)weist darauf hin, dass der Entwurf auch vorsehe, den Anteil von Biokraftstoffen aus Energiepflanzen ab 2021 auf Null zu stellen. „Das bedeutet: Wieder mehr fossiles Benzin und mehr Treibhausgase“, so BDBe-Geschäftsführer Dietrich Klein. Weder seien genügend Abfälle und Reststoffe vorhanden, noch seien die kostspieligen Technologien für eine Produktion der nötigen Mengen Biokraftstoffe marktreif. Klein warnt vor einer unverantwortliche Diskriminierung der deutschen Biokraftstoffproduktion: „Deutschland war Vorreiter bei der Umsetzung und Kontrolle der Nachhaltigkeitsnachweise mit einem aufwändigen Zertifizierungssystem ab 2011 für die eingesetzte Biomasse. Nun soll nachhaltiges Bioethanol aus deutscher Produktion begrenzt werden.“

Kritik an dem Kommissionsvorschlag meldet auch der Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB) an. „Die Folge dieses Vorschlags wäre, dass die deutsche Biokraftstoffindustrie ihre Produktion deutlich drosseln müsste – das führt zu Arbeitsplatzverlusten und mehr CO2-Ausstoß", so VDB-Geschäftsführer Elmar Baumann.

Auch der ADAC hält nicht viel von dem Vorschlag der EU-Kommission und sieht darin einen „jähen Kurswechsel“. Statt die Biospritnutzung zu deckeln, sollten man mögliche negative Auswirkungen durch eine effektive Ausgestaltung der Nachhaltigkeitsvorgaben verhindert werden, fordert der Automobilclub.

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