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Bilger glaubt nicht an schnellen Schienenausbau

Die Bundesregierung möchte mehr Güter auf die Schiene bringen. Der Staatssekretär im Verkehrsministerium Steffen Bilger warnt jedoch vor zu hohen Erwartungen.
Foto: steffen-bilger.de
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Anna Maria Schmid

Im ARD-Mittagsmagazin am Mittwoch sagte CDU-Politiker Bilger: „Wir werden alles tun, um den Anteil der Schiene in den nächsten Jahren zumindest moderat zu erhöhen. Die Hoffnung, dass man den Anteil der Schiene sehr schnell sehr stark erhöhen kann, die ist leider nicht berechtigt", so der CDU-Politiker.

Der Warentransport über Güterzüge sei seit der Bahnreform im Jahr 1993 um 80 Prozent gestiegen. Doch die Bundesregierung habe lange zu wenig Geld für den Gleisausbau bereitgestellt. Dieser Rückstand stelle die Verkehrsplaner jetzt vor große Herausforderungen. Es sei nicht möglich, Gelder aus anderen Verkehrsträgern wie Straße oder Wasserwegen auf die Schiene umzulegen, da man die einzelnen Bereiche „nicht gegeneinander ausspielen“ wolle, so Bilger weiter.

Auf die umstrittene Mittelrheintrasse angesprochen, die ohne zusätzlichen Schallschutz mitten durch Wohngebiete führt, sagte Bilger, derzeit sei dazu eine Machbarkeitsstudie in Planung. Nicht alle Bedürfnisse der Bürger könnten berücksichtigt werden. Dafür seien die Interessen zu unterschiedlich. Man werde die Möglichkeit von Ausweichstrecken aber überprüfen, so Bilger. Dies solle auch im "Dialog mit den Bürgern" geschehen. Im Vordergrund stehe aber, dass die Strecke wirtschaftlich sei.

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