Bilanz 2019: HHLA steigert Umsatz und Betriebsergebnis

Um 7,1 Prozent legte im Geschäftsjahr 2019 der Umsatz des Logistikkonzerns zu. Das Betriebsergebnis erhöhte sich um 8,3 Prozent.

Die HHLA steht 2019 noch gut da, für 2020 ist der Ausblick etwas ungewiss. (Foto: HHLA/Thies Rätzke)
Die HHLA steht 2019 noch gut da, für 2020 ist der Ausblick etwas ungewiss. (Foto: HHLA/Thies Rätzke)
Christine Harttmann

Die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) erwirtschaftete in ihrem jetzt abgeschlossenen Geschäftsjahr 2019 einen Konzernumsatz von 1,38 Milliarden Euro gegenüber 1,29 Milliarden Euro im Jahr 2018. Sein Betriebsergebnis (Ebit) verbesserte der Gesamtkonzern von 204,2 Millionen Euro im Jahr 2018 auf jetzt 221,2 Millionen Euro.

Der börsennotierte Teilkonzern Hafenlogistik erzielte im Jahr 2019 einen Umsatzanstieg um 7,3 Prozent auf 1,35 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis konnte ebenfalls deutlich um 8,5 Prozent auf 204,4 Millionen Euro gesteigert werden.

Angela Titzrath, Vorstandsvorsitzende des Konzerns, erwartet für das laufende Geschäftsjahr jedoch starke Einbußen bei Umsatz und Ergebnis in Folge sich dramatisch verändernder Rahmenbedingungen:

„Die HHLA hat in ihrer 135-jährigen Geschichte bereits viele Krisen gemeistert. Die Erschütterungen des Wirtschaftslebens infolge der Corona-Pandemie bedeuten jedoch auch für uns eine Herausforderung in einer bisher nie dagewesenen Dimension“, sagt Titzrath. „Wir sind uns jedoch unserer Verantwortung als Dienstleister für die Industrienation Deutschland bewusst. Wir werden daher mit Umsicht und Besonnenheit konsequent die Maßnahmen umsetzen, die notwendig sind, um die HHLA durch diese herausfordernde Zeit zu steuern. An unseren langfristigen Zielen halten wir ungeachtet der veränderten Rahmenbedingungen fest.“

Laut Unternehmensangaben stieg der Containerumschlag – dank der Integration des estnischem Terminalbetreibers HHLA TK Estonia sowie einer leichten Verbesserung an den Hamburger Terminals – moderat an auf insgesamt 7,6 Millionen TEU (20-Fuß-Standardcontainer). Das sind 3,3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Containerumschlag der drei Hamburger Containerterminals lag dabei leicht über dem des Vorjahres. An den internationalen HHLA-Containerterminals in Odessa (Ukraine) und Tallinn (Estland) dagegen fiel die Umschlagmenge deutlich unter den Vorjahreswert.

Einen deutlichen Zuwachs meldet der Terminalbetreiber beim Containertransport. Die Intermodalaktivitäten legten übertrafen das Vorjahresergebnis um 5,7 Prozent und legten damit auf 1,57 Millionen TEU zu. Dieses Ergebnis werde sowohl durch Bahntransporte, als auch durch Straßentransporte getragen, heißt es dazu Seitens des Unternehmens.

Ausblick 2020

Was Prognosen für das Geschäftsjahr 2020 betrifft, bleibt der Logistikkonzern angesichts der inzwischen weltweit eingetretene Corona-Pandemie verhalten. Die in den betroffenen Ländern eingeführten Maßnahmen zur Eindämmung des Virus hätten ein bisher nicht gekanntes Ausmaß angenommen. Sie führten zu einer Kontraktion der wirtschaftlichen Tätigkeit, „deren Tiefe und zeitliche Erstreckung nicht verlässlich abgeschätzt werden kann“. Erfasst seien durchgängig alle Wirtschaftsbereiche und somit auch der für die HHLA wichtigen internationalen Handel.

Unter diesen Rahmenbedingen geht der Logistikkonzern davon aus, dass im Jahr 2020 Umsatz und Betriebsergebnis im Teilkonzern Hafenlogistik stark unter Vorjahr liegen werden. Primäre Ursache hierfür seinen mögliche, mindestens temporär auch starke Rückgänge von Containerumschlag und -transport.

Printer Friendly, PDF & Email
Symboldbild Transportjobs

Mehr als 750 aktuelle Jobangebote aus der Transportbranche, vom Lkw-Fahrer über Fuhrparkmanager bis zu Disposition, Teamleitung und vieles mehr mit individueller Suchfunktion und Kartenansicht bieten wir Ihnen ab sofort in unserem Job-Bereich: Ihr nächster Schritt auf der Karriereleiter?

Alle Transport-Jobs anzeigen »