BIEK: Stabile Lieferketten sind in der Krise essenziell

Dass sich Bund und Länder auf die Aufhebung der Sonntagsfahrverbote verständigt haben, begrüßt der Bundesverband Paket und Expresslogistik (BIEK) und fordert, dass die nun bundeseinheitlich und unbürokratische umgesetzt werden.

Die Paketdienstleister transportieren lebenswichtige Medikamente und Lebensmittel, außerdem dringend benötigte Ersatzteile. (Foto: DPD)
Die Paketdienstleister transportieren lebenswichtige Medikamente und Lebensmittel, außerdem dringend benötigte Ersatzteile. (Foto: DPD)
Christine Harttmann

Die aktuelle Corona-Krise stellt eine Herausforderung für das gesellschaftliche und wirtschaftliche Zusammenleben in Deutschland und Europa dar. Marten Bosselmann, Vorsitzender des BIEK, sieht dabei auch seine Branche in der Pflicht.

„Die Paketdienstleister werden zur Bewältigung beitragen, indem sie die Versorgung der Bevölkerung und der gewerblichen Empfänger sicherstellen.“

Funktionierende Lieferketten seien gerade jetzt essenziell, so der Verband. Sowohl für die gewerblichen als auch die privaten Empfänger von Waren und Gütern sei das gerade jetzt besonders wichtig. Daher fordert der BIEK:

  • Sonntagsfahrverbote müssen bundesweit und in einem bundeseinheitlichen Zeitraum aufgehoben werden. Fahrten müssen bürokratiearm zugelassen werden.
  • Es müssen alle Warengruppen für den Transport an Sonntagen zugelassen werden.
  • Das Arbeitsrecht muss so geöffnet werden, dass transportierte Waren sonntags auch abgenommen und weiterdistribuiert werden können.
  • Falls künftig Sperrzonen oder Quarantänegebiete eingerichtet werden, müssen die Zufahrtsregelungen dafür klar, einfach und widerspruchsfrei sein, um die Versorgung aufrecht zu erhalten.
  • Depots, Sortierzentren und andere logistische Einrichtungen dürfen nur als Ultima Ratio und unter strikter Beachtung des Verhältnismäßigkeitsprinzips geschlossen werden.

Der Verband ist überzeugt, dass die Versorgungssicherheit der Bevölkerung und der Betriebe entscheidend sein wird, für die Abmilderung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise.

„Angesichts des begrenzten Zeitraums zulässiger Sonntagsfahrten bis Ende April muss die Politik unbedingt für schlanke und zeiteffiziente Lösungen sorgen. Nur so kann verhindert werden, dass die ohnehin schon begrenzten Kapazitäten in Unternehmen und Verwaltung unnötig gebunden werden“, macht Bosselmann deutlich.

Die Paketdienstleister transportieren lebenswichtige Medikamente und Lebensmittel, außerdem dringend benötigte Ersatzteile. Gerade in Krisensituationen sein die zuverlässige deutschlandweite Zustellung wichtig für die gesamte Volkswirtschaft. Daher fordert der Branchenverband Politik und Behörden dazu auf, dass sie die notwendigen Maßnahmen zügig und beherzt ergreifen, um eine reibungslose Versorgung der Bevölkerung und der Wirtschaft sicherzustellen. Dafür bietet der BIEK seine Mitarbeit an.

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