BGL Konjunkturanalyse: Ein wenig Licht mit viel Schatten

Mehr Umsatz und eine höhere Auslastung charakterisieren die Lage der Transportlogistikbranchen im zweiten Quartal 2021. Gleichzeitig stiegen jedoch auch die Kosten und das Betriebsergebnis blieb eher mau.

Noch bleibt die Lage in der Transportlogistikbranche durchwachsen. (Foto: Pixabay)
Noch bleibt die Lage in der Transportlogistikbranche durchwachsen. (Foto: Pixabay)
Christine Harttmann

Die Erholungstendenzen sind in der aktuellen Konjunkturanalyse des Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) deutlich erkennbar. Erstmals seit drei Jahren schaffte es der Geschäftslage-Saldo – der Durchschnitt aus Umsatz und Betriebsergebnis – wieder in den positiven Bereich. Allerdings weist der Verband bei der Veröffentlichung seiner Analyse des zweiten Quartals 2021 darauf hin, dass sich die Folgen der Dieselpreisexplosion darin noch nicht niederschlagen.

Von den zur Erhebung der Statistik befragten Unternehmen melden mehr als doppelt so viele wie im Vorquartal steigende Umsätze. Die Zahl derer, bei denen die Umsätze gegenüber dem Vorquartal gesunken sind, hat sich mehr als halbiert. Die Erwartungen für die folgenden Monate bleiben jedoch verhalten. Der Prognosewert für den Umsatz sank gegenüber dem Vorquartal deutlich.

Deutlich besser als in den ersten drei Monaten des Jahre 2021 sieht die Fahrzeugauslastung aus. Die Anzahl derer, bei denen die Auslastung höher als im Vorquartal war, stieg von 15 Prozent auf 26,5 Prozent. Gleichzeitig waren es deutlich weniger Unternehmen, die mit einer rückläufigen Auslastung ihrer Fahrzeuge zu kämpfen hatten. Allerdings bleiben die Unternehmen – wie schon bei den Umsätzen – skeptisch. Die Befürchtungen, dass sich die Lage in den kommenden Monaten wieder verschlechtert sind gegenüber dem Vorquartal deutlich gestiegen.

Auf einem hohen Wert landete im zweiten Quartal 2021 auch die Kostenentwicklung. Bei mehr als 80 Prozent der Unternehmen ging es da nach oben – so viele wie seit drei Jahren nicht. Wenn man nur die jeweils zweiten Quartale betrachtet, ist es sogar ein 13-Jahres-Hoch. Am stärksten ins Gewicht fielen dabei die Dieselkosten, die fast 90 Prozent der Unternehmen mehr oder weniger stark belasteten. Auch für die kommenden Monate rechnen die wenigsten Unternehmen mit einer Beruhigung an der Kraftstofffront. Mehr als 70 Prozent gehen davon aus, dass sie in Zukunft an den Zapfsäulen noch mehr zahlen müssen.

Unter den gegebenen Bedingungen blicken die Unternehmen relativ neutral in die Zukunft. Die Anzahl derer, die für die nächsten Monate ein besseres Ergebnis erwarten hält sich in Etwa die Waage mit denen, die mit einem schlechteren Ergebnis rechnen. Damit würde es auf einem schlechten Wert bleiben. Denn auch wenn das Betriebsergebnis der Unternehmen etwas besser war als im ersten Quartal – seit 2014 war es nichtmehr so schlecht gewesen wie in diesem zweiten Quartal 2021.

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