BGL-Jahreshauptversammlung 2019: Klimaziele erreichen

Auf der Jahreshauptversammlung des BGL bekräftigte der Verband die Bemühungen des deutschen Güterkraftverkehrsgewerbes, seinen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele zu leisten.

Auf der Jahreshauptversammlung im Niedersächsischen Bad Lauterberg sprach BGL-Vorstandssprecher Prof. Dr. Dirk Engelhardt über die Klimaziele des Verbands. Foto: BGL
Auf der Jahreshauptversammlung im Niedersächsischen Bad Lauterberg sprach BGL-Vorstandssprecher Prof. Dr. Dirk Engelhardt über die Klimaziele des Verbands. Foto: BGL
Daniela Kohnen

Auf der Jahreshauptversammlung 2019 im Niedersächsischen Bad Lauterberg machte der BGL am gestrigen Donnerstag noch einmal deutlich, sich bezüglich der Klimadiskussion zu den Klimazielen der Bundesregierung zu bekennen. Als Deutsches Güterkraftgewerbe wolle man seiner Verantwortung gerecht werden.

Allerdings würden Lkw lediglich 4,8 Prozent der CO2-Emissionen in Deutschland verursachen, so BGL-Vorstandssprecher Prof. Dr. Dirk Engelhardt:

„Wir haben zu 80 Prozent Euro 6 Fahrzeuge in Deutschland im Einsatz. Überdies fahren die Lkw des Transportgewerbes nicht zum Spaß herum, sondern weil sie im Auftrag ihrer Kunden Waren von A nach B zu bringen haben, um die gesamte Wirtschaft am Laufen zu halten und die Bevölkerung mit den lebensnotwendigen Dingen des täglichen Bedarfs zu versorgen.“

Der BGL begrüßte zudem, dass im Klimapaket der Bundesregierung der Vorschlag der Logistikwirtschaft einer CO2-Bepreisung über die Lkw-Maut berücksichtigt worden ist. Denn so sei sichergestellt, dass auch ausländische Lkw für ihre hiesigen Treibhausgasemissionen bezahlen müssten.

Den geplanten rein nationalen Emissionshandel sieht der Verband kritisch. Dieser würde lediglich an deutschen Zapfsäulen wirksam werden. Zu befürchten dadurch eine doppelte Anlastung der CO2-Abgabe bei den kleinen und mittelständischen deutschen Transportunternehmen über eine Lkw-Maut und ein Emissionshandel, so der BGL.

Der BGL erklärte daher, in diesem Fall eine Ausgleichsmaßnahme in Form eines Gewerbediesels zu fordern, um nicht noch mehr Aufträge an gebietsfremde Marktteilnehmer zu verlieren. BGL-Vorstandssprecher Prof. Dr. Dirk Engelhardt:

„Das deutsche Transportlogistikgewerbe bekennt sich dazu, seinen Beitrag zur Reduktion der CO2-Emissionen zu leisten. Wie die Ergebnisse des Klimapaketes zeigen, wird nicht nur der Straßengüterverkehr generell teurer – ob auf die eine oder andere Weise. Bei rationaler Betrachtung dürfte es nicht auszuschießen sein, dass die anstehenden Verteuerungen irgendwann auf die Produktpreise durchschlagen und somit früher oder später beim Endverbraucher ankommen könnten.“

Zudem rief der BGL den Lkw-Fahrermangel und die drohenden Versorgungsengpässe ins Bewusstsein. Vor allem in Deutschland mache die fehlende gesellschaftliche Anerkennung vielen Fahrern zu schaffen. Das öffentliche Ansehen der Lkw-Fahrer müsse wieder besser werden. Insgesamt müssten deren Arbeitsbedingungen wieder attraktiver werden.

Auch bei der Parkplatzsituation der Lkws müssten sich dringend etwas tun. So müssten verstärkte Anstrengungen im Kampf gegen den Mangel an Stellplätzen entlang der deutschen Autobahnen geführt werden, da bereits 35.000 bis 40.000 Stellplätze fehlen würden.

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