BGL: Brexit-Abkommen darf der Wirtschaft nicht schaden

Ein Brexit Abkommen, das sich am Wohl der Verbraucher und der Wirtschaft orientiert – das fordert der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) zusammen anderen Verbänden und Unternehmensgruppen der europäischen Transportbranche.

(Foto: Pixabay)
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Christine Harttmann

In einem offenen Brief an, den auch der BGL unterzeichnet hat, heißt es, dass das Abkommen den laufenden Verkehr von Lkw zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich schützen müsse. Transitverkehre durch ihre jeweiligen Gebiete müssten weiterhin ohne Transportgenehmigungen und Quotensysteme möglich sein. Ein Freihandelsabkommen zwischen beiden Seiten werde die Lieferketten und die Volkswirtschaften in der gesamten EU unterstützen, heißt es, da jedes Jahr mehr als 2,3 Millionen Lkw zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich verkehren. 

Die Unterzeichner mahnen an, dass gewerbliche Straßengüterverkehr bereits während der Covid-19-Pandemie stark gelitten hat. Der jährliche Einnahmeverlust der Betreiber in der EU wird auf 64 Milliarden Euro für den Güterverkehr im Jahr 2020 geschätzt. Wenn sich die Unterhändler nun auf kein Abkommen einigen, fürchtet BGL-Vorstandssprecher Prof. Dr. Dirk Engelhardt weitere Belastungen für die Branche:

„Zusätzliche Kosten, die durch das Fehlen eines Abkommens zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU zum Jahresende entstehen, wären ein weiterer Schlag für die Unternehmen und müssen auf jeden Fall vermieden werden.“

Ohne ein Freihandelsabkommen würden die europäischen und britischen Transportunternehmen mit einem Flickenteppich unterschiedlicher nationaler Vereinbarungen, mit höheren Kosten, längeren Fahrzeiten und einer potentiellen Unterbrechung der Versorgung aller Kunden konfrontiert. Daher fordert Engelhardt:

„Die europäische und britische Straßentransportwirtschaft fordert die Verhandlungsführer auf, eine Einigung über die künftigen Beziehungen zu erzielen. In Bezug auf das neue Betriebsumfeld ist Transparenz erforderlich, damit die Branche genügend Zeit hat, sich auf neue Regelungen vorzubereiten “

Adressaten des Briefs, den der International Road Transport Union (IRU) initiiert hat, sind die Brexit-Unterhändler Michel Barnier und David Frost sowie der Britische Premierminister Boris Johnson. Neben dem BGL und der IRU setzten 30 weitere Straßenverkehrsverbände und Transportunternehmensgruppen aus ganz Europa ihre Unterschrift darunter.

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