Berlin: DHL Express stellt emissionsfrei per eSprinter zu

Der Expressdienstleister nimmt ein neues 31-Millionen-Euro-Logistikzentrum in Tempelhof in Betrieb. Von dort aus liefert er mit 61 E-Vans emissionsfrei. Moderne Sortieranlagen und effiziente Lagertechnik gibt es on Top.

Grün und gelb: In Berlin nimmt DHL Express die neue Station in Tempelhof in Betrieb, von der aus 61 eSprinter emissionfrei und leise liefern. | Foto: DPDHL
Grün und gelb: In Berlin nimmt DHL Express die neue Station in Tempelhof in Betrieb, von der aus 61 eSprinter emissionfrei und leise liefern. | Foto: DPDHL
Christine Harttmann
(erschienen bei LOGISTRA von Johannes Reichel)

Die Deutsche Post-Tochter DHL Express hat im Zuge seines deutschlandweiten Infrastrukturprogramms rund 31 Millionen Euro in eine neue Station in Berlin Tempelhof investiert und den Betrieb in dem Neubau aufgenommen. In Reaktion auf die weiter steigende Nachfrage nach nationalen und internationalen Express-Sendungen, stünden am neuen Standort nun Betriebs- und Verwaltungsflächen von insgesamt 7.000 m² zur Verfügung. Zudem setzt das Unternehmen auf die möglichst CO2-freie Zustellung in den Straßen Berlins und beliefert seine Kunden dort zukünftig auch mit 61 vollelektrisch betriebenen Fahrzeugen. Bei den hier eingesetzten elektrischen Transportern handelt es sich um eSprinter von Mercedes-Benz, die mit einem Laderaumvolumen von 11 m³ für die Zustellung großer Sendungsmengen im Berliner Stadtzentrum gut geeignet seien.

Darüber hinaus stehen für eine fast flächendeckende umweltfreundliche Zustellung in ganz Berlin insgesamt über 290 vollelektrische Fahrzeuge vom Typ StreetScooter und eSprinter sowie über 2.000 Fahrräder, E-Bikes und E-Trikes ein. Das spare rund 1.000 Tonnen CO2 pro Jahr alleine in der Bundeshauptstadt ein, wirbt der Logistiker.

Optimierte Beladeprozesse mit PUD-Fingern

Die neue Berliner Station ist mit einer hochmodernen Sortieranlage mit integrierter Mess- und Wiegeanlage ausgestattet, die 6.000 Packstücke pro Stunde für den Versand in weltweit über 220 Länder und Territorien verarbeiten kann. Darüber hinaus verfüge der Neubau über vier sogenannte PUD-Finger ("Pick-up und Delivery") für die direkte Be- und Entladung der Zustellfahrzeuge. Für die Kuriere werde der Beladeprozess der Fahrzeuge damit erheblich erleichtert, da die Express-Sendungen über die Sortieranlage automatisch bis zum entsprechenden Tor befördert würden, an dem sie die Kuriere direkt und rückenfreundlich in ihr Fahrzeug laden können, wie der Logistiker skizziert.

Effizient: Photovoltaikanlage und LED sind selbstverständlich

Die rund  350 Beschäftigten am Standort sollen zudem von ergonomischen Arbeitsplätzen im Büro und in der Halle sowie von modern ausgestatteten Sozialräumen profitieren. Bei der Planung des Gebäudes habe man auf den Einsatz energiesparender Materialien Wert gelegt. So werde etwa für die gesamte Beleuchtung der Gebäude effiziente LED-Technologie verwendet und eine Photovoltaik-Anlage, die 100 kW Peak für den Betrieb von Haustechnik, Servern und Rechnern ermöglicht, ist installiert und soll zeitnah eingesetzt werden. Man erfülle in der Station auch alle Sicherheitsanforderungen der Transported Asset Protection Association (TAPA), womit der Standort auch die weltweit anerkannte TAPA Klasse A -Zertifizierung als höchste Sicherheitsstufe im Lufttransport erhalte.

Das Infrastrukturprogramms von DHL Express in ganz Deutschland modernisiert Standort, darunter München, Dortmund und Bielefeld mit über 100 Millionen Euro, die auf höhere Effizienz und die Verbesserung seiner CO2 Bilanz einzahlen sollen.

 

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