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Berlin: 400 Besucher auf der KEP-together

Insgesamt fast 400 Besucher kamen zu den gemeinsam durchgeführten Veranstaltungen „iKEP“ und „KEP-together“ in Berlin. Im Fokus standen Lösungen für die Letzte Meile.
Mit der Moderation einer Podiumsdiskussion beteiligte sich die Zeitung Transport inhaltlich an dem Event (v.l.n.r.): Autor und Journalist Norbert Böwing, Camion Pro-Vorstand Andreas Mossyrsch, Guretruck-Geschäftsführer René Ceh, Optimal Kurier-Geschäftsführer Reinhard Kuhn und Transport-Redakteurin Christine Harttmann. (Foto: IG KEP-together und BdKEP)
Mit der Moderation einer Podiumsdiskussion beteiligte sich die Zeitung Transport inhaltlich an dem Event (v.l.n.r.): Autor und Journalist Norbert Böwing, Camion Pro-Vorstand Andreas Mossyrsch, Guretruck-Geschäftsführer René Ceh, Optimal Kurier-Geschäftsführer Reinhard Kuhn und Transport-Redakteurin Christine Harttmann. (Foto: IG KEP-together und BdKEP)
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Christine Harttmann

Am 15. Und 16. September traf sich der Mittelstand der europäischen KEP-Branche in Berlin zur „iKEP“ und „KEP-together“. Rund 400 Teilnehmer zählten die Organisatoren der unter dem Dach der 5. Europäischen KEP-Tage durchgeführten Veranstaltung in den ehemaligen Filmstudios im Event Island auf der Havel-Insel Eiswerder. Der Event ist ein Branchentreff der kleineren und mittleren Unternehmen der Kurier-, Express- und Paketdienstbranche.

Geboten wurde eine Mischung aus Vorträgen, Foren und Networking, ergänzt durch eine kleine Messe mit Ausstellern aus den Bereichen Mobilität, Service, Telematik, Logistik und Medien, die sich auf der 2.200 Quadratmeter großen Fläche der ehemaligen Filmstudios präsentierten. Unter den Referenten auf der Bühne waren einige bekannte Köpfe zu finden, wie Franz-Reinhard Habbel, Sprecher des Deutschen Städte- und Gemeindebundes oder der Berliner Staatssekretär Christian Rickerts von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe. Als Gastredner trat außerdem FDP-Präsidiumsmittglied Michael Theurer mit einem launigen Zwischenruf aufs Podium.

Das Angebot der Ausstellenden belegte , dass der der Verbrennungsmotor zumindest auf der letzten Meile nicht mehr konkurrenzlos ist. So waren Start-ups präsent, wie Urban Cargo, das als Anbieter von Stadt-Logistik auf emissionsfreie Vehikel wie Leichtfahrzeuge und Cargobikes setzt. In Berlin präsentierte das Unternehmen das Last-Leichtfahrzeug „Tripl“. Der dreirädrige, in Dänemark entworfene Elektro-Scooter verfügt über einen Laderaum von 750 Liter, in dem mehr und größere Pakete Platz finden als in anderen Fahrzeugen dieser Größenordnung.

Ganz brandaktuell brachte Maske, der auf die Langzeitvermietung von Fahrzeugen spezialisiert ist, den „Maxus EV 80“ mit zum Event. Der Elektro-Transporter, der in Berlin auch gleich seine Deutschland-Premiere feierte, stammt vom chinesischen Hersteller Shanghai Automotive Industry Corporation (SAIC). Maske wird ihn in Deutschland demnächst in seinen Miet-Fuhrpark aufnehmen und hat dafür 200 Stück geordert. Der vollelektrische Lieferwagen der 3,5-Tonnen-Klasse kommt mit einem Ladevolumen von maximal elf Kubikmetern und einer Zuladung von bis zu 950 Kilogramm daher. Laut Maske dauert es maximal zwei Stunden, die Batterie des Lieferwagens voll zu laden. Immerhin bis zu 200 Kilometer kann der kleine Stromer damit dann zurücklegen.

Auch die Zeitung Transport beteiligte sich inhaltlich an dem Event. Redakteurin Christine Harttmann moderierte am zweiten Tag der Veranstaltung die Podiumsdiskussion „Mindestlohn – Meldewahnsinn in Europa“ zur aktuell schwierige Situation der KEP-Dienste in Europa, die sich den Herausforderungen von Sozialdumping, Mindestlohn stellen müssen. Zum Auftakt der Runde schilderte René Ceh, Geschäftsführer von Guretruck, wie uneinheitlich der europäische Mindestlohn-Flickenteppich gestaltet ist und welche Stolpersteine er für die Unternehmen bereithält. Camion Pro-Vorstand Andreas Mossyrsch schilderte ebenso wie der Autor und Journalist Norbert Böwing, seine Recherche-Erfahrungen. Ganz praxisnah hingegen berichtete Reinhard Kuhn, Geschäftsführer bei Optimal Kurier, mit welche Schwierigkeiten er im KEP-Alltag zu kämpfen hat.

Veranstalter sind der IG KEP-together, ein Zusammenschluss von 17 europäischen KEP-Diensten und des BdKEP, sowie Hierl & Müller in Straubing, die schon in den Vorjahren die KEP-together durchführte. Die Branchenveranstaltung, die seit 2008 regelmäßig stattfindet – seit 2015 unter einem Dach mit dem Innovationstag „iKEP“ des BdKEP – wird das nächste Mal 2019 stattfinden. Wann und wo genau, darüber soll bis Ende des Jahres entschieden werden.

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