BEM: Retrofit darf bei E-Förderung nicht vergessen werden

Der Bundesverband eMobilität BEM e.V. sieht in der Umrüstung älterer Nutzfahrzeuge auf Elektroantrieb eine bisher in der Förderung vernachlässigte Chance zur CO2-Reduktion mit hohem Potenzial.

 BPW rüstet gemeinsam mit Paul Nutzfahrzeuge alte Mercedes-Benz Vario auf Elektroantrieb um. | Foto: BPW/Frank Beer
BPW rüstet gemeinsam mit Paul Nutzfahrzeuge alte Mercedes-Benz Vario auf Elektroantrieb um. | Foto: BPW/Frank Beer
Anna Barbara Brüggmann
(erschienen bei VISION mobility von Johannes Reichel)

Auf eine nach seinem Dafürhalten "Schieflage" in der Förderpolitik hat der Bundesverband eMobilität BEM e.V.hingewiesen. "Während das Bundesverkehrsministerium und das Bundesumweltministerium mithilfe von zwei verschiedenen Förderprogrammen die Anschaffung von Elektrobussen bezuschussen, gibt es keinerlei Unterstützung für das sogenannte Retrofitting von Bestands-Bussen und -Lkw", kritisierte der Verband.

Obwohl der Umbau und die Umrüstung der Fahrzeuge die Ziele der Förderprogramme erfüllen und den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase relevant verringern würden, seien die Maßnahmen in den Förderprogrammen nicht enthalten.

„Bei fast allen deutschen Herstellern fehlen lieferfähige Elektro-Serienfahrzeuge im Bereich Bus und Lkw. Außerdem ist die Anschaffung durchaus teuer, was viele Städte und Kommunen und auch Unternehmen nicht leisten können“, erklärte Kurt Sigl, BEM-Präsident zur laufenden Steuer-Diskussion.

Um dennoch die Treibhausgas-Emissionen des Verkehrs bis 2030 um rund 40 Prozent gegenüber 1990 zu senken, könten  nach seiner Ansicht Retrofit-Lösungen wertvolle Hilfe leisten. Man erwarte hier die Gleichstellung im Umgang mit der Beschaffung von Neufahrzeugen, so wie das etwa in Österreich Praxis sei.

Beim Retrofitting werden gebrauchten Nutzfahrzeugen elektrische Antriebe eingebaut und mit den anderen Fahrzeugkomponenten verbunden. Das Fahrsystem wird komplett aufgearbeitet und für ein zweites, umweltfreundliches Leben ausgerüstet.

Der Verband zählt den Umbau zu den besonders wertvollen Lösungen nachhaltiger Mobilität. Auftraggeber würden sich nicht nur den Neukauf von Fahrzeugen sparen und könnten auf Jahre mit weniger Spritkosten rechnen. Die Umrüster verhinderten außerdem die Nutzung der Diesel-Fahrzeuge andernorts.

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