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Belgien: Hafen Antwerpen knackt Zehn-Millionen-TEU-Marke

Ein neues Rekordvolumen meldet der Hafen Antwerpen für das Geschäftsjahr 2016. Erstmals überschreitet das Containervolumen die Marke von zehn Millionen TEU.
Rekordmarke geknackt: Erstmals überschreitet das Containervolumen im Hafen Antwerpen die Marke von zehn Millionen TEU. (Foto: Port of Antwerp)
Rekordmarke geknackt: Erstmals überschreitet das Containervolumen im Hafen Antwerpen die Marke von zehn Millionen TEU. (Foto: Port of Antwerp)
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Christine Harttmann

Der Hafen schließt das Jahr mit einem Frachtvolumen von 214 Millionen Tonnen ab, so die vorläufigen Zahlen, die der Hafenbetreiber Port of Antwerp am Jahresende bekannt gegeben hat. Endgültige Zahlen will er noch im Laufe des Januars vorlegen. Neben dem Containervolumen legten die Flüssiggüter deutlich zu und stiegen auf vorrausichtlich 70 Millionen Tonnen. Auch im konventionellen Breakbulk und bei den Schüttgütern meldet der Hafenbetreiber einen Zuwachs – trotz der für beide Gütergruppen negativen Marktentwicklung. Dies liege unter anderem an dem anhaltenden Trend zur Containerisierung, der sich auf den konventionellen Umschlag von Frucht und Papier negativ auswirke, zeigt sich Port of Antwerp überzeugt. Das Umschlagsvolumen von Kohle und Erz gehe inzwischen in allen nordwesteuropäischen Häfen drastisch zurück.

Das Containervolumen stieg 2016 um 4,1 Prozent und der Hafenbetreiber erwartet einen Jahresabschluss von 117.979.180 Tonnen. Insgesamt wurden im Hafen Antwerpen 10.056.603 TEU (20-Fuß-Standardcontainer) umgeschlagen – 4,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit sei es gelungen, den Marktanteil unter den Häfen der Hamburg-Le Havre-Range weiter auszubauen, so der Port of Antwerp. Außerdem konnte der Hafen seine Position im Handel mit Fernost in den letzten Jahren zulasten seiner Wettbewerber Rotterdam und Hamburg verbessern.

Weniger positiv sind die Zahlen beim RoRo-Volumen, das um 1,9 Prozent auf 4.564.619 Tonnen zurückging. Port of Antwerp führt dieses negative Ergebnis auf die Exportentwicklung zurück. Das Volumen im konventionellen Breakbulk ging um 2,4 Prozent zurück und erreichte einen Jahresendwert von 9.764.796 Tonnen. Während Stahl ein Plus von zwölf Prozent erzielte, sanken die Volumina von Buntmetallen, Papier, Zellulose und Frucht. Das führte dazu, dass konventionelles Breakbulk insgesamt rückläufig war.

Der Umschlag von Flüssiggut erhöhte sich im abgelaufenen Jahr um 4,5 Prozent auf 69.653.984 Tonnen. Die Tanklagerunternehmen verzeichneten dabei einen besonders starken Zuwachs. Das Frachtvolumen der Chemieindustrie war relativ stabil.

Das Volumen beim Schüttgutumschlag ist weiter rückläufig: Die kumulierten Zahlen der vier Quartale, welche der Hafenbetreiber vorlegte, liegen bei insgesamt 12.441.379 Tonnen, das entspricht einem Rückgang um 9,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Die Zahl der Schiffe, die Antwerpen anlaufen, steigt 2016 um 0,7 Prozent: 14.523 Schiffe, so die vorläufigen Zahlen, liefen den Hafen 2016 an. Verbunden damit ist eine Steigerung der Bruttotonnage um 9,5 Prozent auf 402.665.000 GT (Gross Tonage). Das zeige, dass die nach Antwerpen kommenden Schiffe immer größer werden. 2016 liefen 458 Containerschiffe mit 13.000 TEU oder mehr den Hafen an, während es im Jahr 2015 in dieser Kategorie nur 320 Schiffe waren.

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