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Bei Kombiverkehr läuft’s nur in den Ostseehäfen richtig gut

Im Geschäftsjahr 2018 hat die Kombiverkehr KG insgesamt rund zwei Prozent weniger Sendungen transportiert als 2017. Knapp eine Million Lkw-Sendungen insgesamt.

Mit einer Steigerungsrate in Höhe von 14 Prozent waren die Verkehre von und nach den deutschen Ostseehäfen die am stärksten wachsenden im nationalen Netzwerk. (Foto: Kombiverkehr)
Mit einer Steigerungsrate in Höhe von 14 Prozent waren die Verkehre von und nach den deutschen Ostseehäfen die am stärksten wachsenden im nationalen Netzwerk. (Foto: Kombiverkehr)
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Christine Harttmann

Fehlende Ressourcen bei den Zügen, mangelhafte Leistungsqualität und Streiks bremsten die Kombiverkehr KG im Geschäftsjahr 2018 aus. Die Folge davon war, dass der auf intermodalen Verkehr spezialisierte Schienenlogistiker um 2,1 Prozent weniger Sendungen von der Straße auf die Schiene verlagerte als im Vorjahr. Insgesamt transportierte das Unternehmen ein seinen nationalen und internationalen Netzwerken 937.838 Lkw-Sendungen, jede davon entsprach der Kapazität eines Lastzuges. Als Sendungsvolumen gibt die Kombiverkehr 1,86 Millionen TEU (20 Fuß-Standardcontainer).

„Die Forderung seitens der Kunden aus Spedition und Logistik nach einer durchschnittlichen Leistungsqualität von 85 Prozent im internationalen und 90 Prozent im nationalen Verkehr konnte im vergangenen Jahr von einigen Eisenbahnverkehrsunternehmen leider bei Weitem nicht erbracht werden, was uns auf zahlreichen Verbindungen letztlich Aufkommen gekostet hat“, kommentiert Robert Breuhahn das nun vorliegende Jahresergebnis.

Zudem konnten rund zehn Prozent der regulär bestellten Züge unter anderem aufgrund fehlender Ressourcen, die auch aus Zugverspätungen auf der Strecke resultierten, nicht angeboten werden. Weitere Einflussfaktoren waren lang andauernde und massive Streiks des öffentlichen Dienstes in Frankreich von März bis Anfang Juli, die für Kombiverkehr erhebliche negative Auswirkungen auf die Verkehre zwischen Deutschland und Frankreich beziehungsweise Spanien und Portugal hatten.

Auf die einzelnen Segmente heruntergebrochen, fiel die Bilanz teils sehr unterschiedlich aus. Im Ostseeverkehr legte das Frankfurter Unternehmen kräftig zu. Um 14 Prozent legte das Volumen Container, Wechselbehälter und Sattelauflieger. Insgesamt 90.083 Lkw-Sendungen wurden zwischen den deutschen Wirtschaftszentren und den Ostseehäfen Kiel, Lübeck und Rostock mit Weiterleitung per Fähre nach Skandinavien befördert. Im nationalen Verkehr legte Kombiverkehr um 1,2 Prozent zu und schreibt 290.142 Lkw-Sendungen in die Bücher. Im internationalen Verkehr transportierte Kombiverkehr mit 647.696 Lkw-Sendungen, das sind 3,6 Prozent weniger als im Vorjahr.

Innerhalb des letzten Quartals 2018 verzeichnete die Kombiverkehr KG auch in der Gesamtmengenstatistik wieder ein positives Ergebnis mit einem Wachstum von über zwei Prozent.

„Die Mengenzuwächse im maritimen Verkehr von und nach Rotterdam durch die Umstellung auf das Terminal Neuss, verbunden mit der Kapazitätserweiterung auf 22 wöchentliche Abfahrten, und die Stabilisierung sowohl der Brenner- als auch der nationalen Verkehre setzen sich auch im aktuellen Geschäftsjahr fort, welches aufgrund der notwendigen betrieblichen Optimierungen ein besonders herausforderndes werden wird“, so Breuhahn weiter.

Ein neues Produktionskonzept für die Verkehre zwischen dem Ruhrgebiet und Polen, der neue Kurzshuttle zwischen Hamburg und Kiel-Norwegenkai für Sendungen von und nach Oslo sowie die geplante Verkehrsaufnahme des Zuges Kreuztal/Kornwestheim – Verona im zweiten Quartal 2019 sollen das Sendungsaufkommen der Gesellschaft weiter ansteigen lassen.

„Mit der Reduzierung der Trassenpreise wurde durch die Bundesregierung zudem das richtige Signal für den Aufbau neuer Produkte und die Stärkung des Sektors gegeben“, so Geschäftsführerkollege Armin Riedl.

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