Bayern: Photovoltaik und Öko-Strom für Straßentunnel

Am 07. Mai 2024 hat Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter in Traunstein eine Photovoltaik-Anlage offiziell eröffnet, die den Tunnel Ettendorf mit Strom versorgen soll. Weitere Anlagen in ganz Bayern seien geplant.

(v.l.n.r.): Dr. Thomas Zumbrunnen, Staatliches Bauamt Traunstein, Peter Maltan, Staatliches Bauamt Traunstein, Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter, Resi Schmidhuber, stellvertretende Landrätin des Landkreises Traunstein, Dr. Christian Hümmer, Oberbürgermeister der Stadt Traunstein, und Michael Wimmer, 1. Bürgermeister der Gemeinde Surberg, vor der neuen Photovoltaik-Anlage. (Foto: StMB)
(v.l.n.r.): Dr. Thomas Zumbrunnen, Staatliches Bauamt Traunstein, Peter Maltan, Staatliches Bauamt Traunstein, Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter, Resi Schmidhuber, stellvertretende Landrätin des Landkreises Traunstein, Dr. Christian Hümmer, Oberbürgermeister der Stadt Traunstein, und Michael Wimmer, 1. Bürgermeister der Gemeinde Surberg, vor der neuen Photovoltaik-Anlage. (Foto: StMB)
Anna Barbara Brüggmann

Bereits im März 2024 wurde eine Photovoltaik (PV)-Anlage am Tunnel Ettendorf in Betrieb genommen. Das Ziel: den circa 760 Meter langen Tunnel mit rund 30.000 kWh Strom pro Jahr versorgen.

„Straßentunnel brauchen im laufenden Betrieb sehr viel Energie, vor allem für die Beleuchtung, aber auch für Betriebs- und Sicherheitstechnik“, so der Bayerische Verkehrsminister Christian Bernreiter anlässlich der nun erfolgten offiziellen Eröffnung. „Deshalb bauen wir Photovoltaik auch im Verkehrsbereich kräftig aus“, kündigte er an.

Am Tunnel Ettendorf hätten sich die Anschaffungskosten auf rund 30.000 Euro belaufen, der Strombedarf des Tunnels werde in den Tagesspitzen abgedeckt.

Als Vorteil nennt Bernreiter, dass Tunnel an hellen und sonnenreichen Tagen den größten Stromverbrauch haben – also genau dann, wenn die PV-Anlage am meisten Strom produziert. Je heller nämlich die Außenumgebung, desto heller müsse vor allem die Einfahrtsbeleuchtung im Tunnel sein, sodass sich das Auge an die dunklere Tunnelumgebung gewöhnen kann.

Zusätzlich möchte der Freistaat Bayern aber auch auf Stromspartechnik setzen, so soll im Herbst 2024 das Staatliche Bauamt Traunstein die Einfahrtsbeleuchtung des Tunnels Ettendorf auf LED-Lampen umstellen.

Geplant sei, damit den Stromverbrauch der Einfahrtsbeleuchtung um rund 50 Prozent zu senken. Zudem soll der aktuelle Stromvertrag auf einen klimaneutralen Öko-Tarif umgestellt werden.

Ausweitung in ganz Bayern geplant

Weitere PV-Anlagen an Tunneln seien in ganz Bayern in Planung. Ende 2024 oder Anfang 2025 soll im Bereich des Staatlichen Bauamts Traunstein beispielsweise der Wendelbergtunnel bei Melleck an der B 21 mit LED-Beleuchtung und Photovoltaik ausgerüstet werden, der Aubergtunnel in Altenmarkt folge voraussichtlich 2025 und der Schlosstunnel in Ruhpolding im Jahr 2026.

„Allein auf Straßennebenflächen und Lärmschutzwänden von Bundes- und Staatsstraßen haben wir das Potenzial, 2,44 TWh Strom pro Jahr zu erzeugen“, so Bernreiter und ergänzt: „Dieses Potenzial werden wir nutzen.“

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