Bauma 2019: Alles immer im Blick

Auch bei widrigen Sichtverhältnissen kein Hindernis übersehen? Dafür zeigt Brigade Elektronik auf der Bauma ein neues Radarsystem.

Jedes Hindernis im Blick mit dem Radarsystem von Brigade Elektronik. (Foto: Brigade Elektronik)
Jedes Hindernis im Blick mit dem Radarsystem von Brigade Elektronik. (Foto: Brigade Elektronik)
Nadine Bradl

In der Baubranche und der Landwirtschaft müssen Hindernisse auch bei widrigen Sicht- und Witterungsverhältnissen frühzeitig erkannt werden, um die großen Arbeitsmaschinen zu stoppen. Allerdings sind bisher übliche Radarsysteme mit nur einem oder zwei Sensoren auf wenige Richtungen zur Erfassung von Gefahren beschränkt. Ein zuverlässiger Überblick über das gesamte Umfeld des Fahrzeugs sei hiermit nicht gewährleistet. Daher hat die Brigade Elektronik GmbH mit dem Backsense-Network-Radarsystem einen CAN-Bus-Radar entwickelt, der auf der diesjährigen Bauma von 8. bis 24. April in München präsentiert wird.

Er garantiert laut Unternehmen eine Rundumüberwachung von Arbeitsmaschinen mit bis zu acht Radarsensoren und kann über die Integration in das Netzwerk des Fahrzeugs bei einer Gefahr aktiv in den Betrieb eingreifen und die Bewegung notfalls stoppen. Die jeweiligen Reaktionen des Fahrzeugs werden über den CAN-Controller individuell programmiert und konfiguriert. Das Backsense-Network-Radarsystem von Brigade ist eigens für Spezial- und OEM-Anwendungen in der Landwirtschaft und der Baubranche entwickelt worden. Das System auf Basis von Radartechnologie widersteht mechanischem Schock bis 100 G und ist für eine Betriebstemperatur von -40 bis +85 °C ausgelegt.

Für die neue Radarlösung von Brigade wird der CAN-Bus direkt in das Netzwerk des Fahrzeugs integriert und mit bis zu acht Sensoren verbunden. Mithilfe der „Frequency Modulated Continuous Wave“-Radartechnologie (FMCW) biete es eine zuverlässige Objekterkennung im CAN-Nachrichtenformat. Jeder angeschlossene Sensor erhält eine eindeutige ID und sendet die erfassten Daten für bis zu acht Objekte, die dem Fahrzeug am nächsten liegen. Das gesamte System verfügt dabei über einen Erfassungsbereich von bis zu 30 x 10 Metern. Das Backsense-Network-Radarsystem kann etwa spezifisch auf die gewünschte Reichweite und die entsprechende Reaktion des Fahrzeugs bei unterschiedlichen Situationen konfiguriert werden. Um die Programmierung zu unterstützen, steht ein eigenes Modul zur Fehlersuche zur Verfügung.

Sollte ein bereits vorhandenes Sicherheitssystem nachgerüstet werden und ein Display in der Kabine gewünscht sein, können die ermittelten Sensorendaten mithilfe eines On-Screen-Displays auf einem Monitor in der Fahrerkabine dargestellt werden. Die Sensoren sammeln kontinuierlich Informationen und warnen den Fahrer mithilfe eines fünfstufigen akustischen und optischen Anzeigesystems. Hier wird die Nähe der Gefahrenzone mit einer farblichen Markierung übersichtlich dargestellt. Auf diese Weise wird das Augenmerk des Fahrers aktiv auf akute Risikosituationen gelenkt und er kann rechtzeitig reagieren.

Halle A5, Stand 227

Printer Friendly, PDF & Email
Symboldbild Transportjobs

Mehr als 750 aktuelle Jobangebote aus der Transportbranche, vom Lkw-Fahrer über Fuhrparkmanager bis zu Disposition, Teamleitung und vieles mehr mit individueller Suchfunktion und Kartenansicht bieten wir Ihnen ab sofort in unserem Job-Bereich: Ihr nächster Schritt auf der Karriereleiter?

Alle Transport-Jobs anzeigen »