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BAG-Prognose: Güterverkehr wächst weiter

Bis 2020 werden Transportaufkommen und -leistung im Güterverkehr im Mittel um 2,0 bis 3,1 Prozent zunehmen. Damit setzte sich das Wachstum der vorherigen Jahre weiter fort.
Bis 2020 wird auch der Straßengüterverkehr weiter wachsen. (Foto: HUSS-VELAG)
Bis 2020 wird auch der Straßengüterverkehr weiter wachsen. (Foto: HUSS-VELAG)
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Christine Harttmann

So jedenfalls steht es in der „Gleitenden Mittelfristprognose für den Güter- und Personenverkehr“, die das Bundesverkehrsministerium in Auftrag gegeben hat. Die Analysten der die Untersuchung durchführenden Intraplan Consult sagen darin ein bis in das Jahr 2020 anhaltendes Wachstum voraus. Getragen werde dieses von einer weiterhin positiven gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.

Die Gleitende Mittelfristprognose erstreckt sich auf die Jahre 2018 bis 2020 und gibt auch einen Überblick über die, jetzt weitgehend als Ist-Werte vorliegende, Entwicklung im Jahr 2017. Seit der Sommerprognose 2012 wird der Luftverkehr (Fracht und Passage) vom Referat „Luftverkehrswirtschaftliche Angelegenheiten, Statistik“ des Bundesamts für Güterverkehr prognostiziert. Hinsichtlich der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung bildet die Projektion des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie vom April 2018 die Grundlage.

Über den Prognosezeitraum von 2018 bis 2020 setzt sich bei Transportaufkommen und -leistung der Anstieg der vorherigen Jahre bei allen Verkehrsträgern fort. Der Prognose zufolge wird es allerdings vorrangig durch Zuwächse beim Straßen- und Eisenbahngüterverkehr getragen. Letzterer profitiert laut den Analysten vor allem durch eine überdurchschnittliche Entwicklung des Kombinierten Verkehrs. Besonders dynamisch soll sich sich die Entwicklung des Güterverkehrs im Jahr 2019 zeigen. Im Jahr 2020 dürfte diese etwas abschwächen.

Der Straßengüterverkehr wird der Untersuchung zufolge im Jahr 2018 von der gesamtwirtschaftlichen Aufwärtsbewegung angeregt. Dies gelte auch für den Außenhandel, hier wiederum für die innereuropäischen Handelsströme und somit auch für den grenzüberschreitenden Lkw-Verkehr. Zudem wird sich die für den Lkw-Verkehr bedeutende Bauproduktion nach aller Voraussicht erheblich erhöhen. Für den gesamten Straßengüterverkehr zeichnet sich ein Wachstum um 2,2 Prozent beim Aufkommen sowie 3,4 Prozent bezogen auf die Leistung ab. In den Jahren 2019 und 2020 sind die Gesamtwirtschaft, der Außenhandel und die Bauproduktion recht ähnlich ausgeprägt wie im laufenden Jahr. Durch die Erhöhung der Mautsätze um gut fünf Cent in der wichtigsten Fahrzeugkategorie wird sich die Transportnachfrage voraussichtlich zwar etwas reduzieren, aber nicht gravierend, nämlich um 0,2 Prozent (Aufkommen) und 0,3 Prozent (Leistung). Dennoch ist für den Straßengüterverkehr erneut ein spürbarer Anstieg zu erwarten, der auf 2,3 Prozent und 2,1 Prozent (Aufkommen) sowie 3,4 Prozent und 3,1 Prozent (Leistung) quantifiziert wird.

Beim Eisenbahnverkehr geht im Jahr 2018 von den Kohletransporten, die um etwa zehn Prozent zurückgehen, ein dämpfender Effekt aus, der das Gesamtaufkommen um rund ein Prozent mindern wird. Dagegen profitiert vor allem der Kombinierte Verkehr von der robusten gesamtwirtschaftlichen Aufwärtsbewegung. Für den gesamten Eisenbahnverkehr ergibt sich eine Zunahme um 0,7 Prozent (Aufkommen) und 1,6 Prozent (Leistung). Für das Jahr 2019 ist mit einer deutlichen Beschleunigung des Wachstums im Schienengüterverkehr zu rechnen. Sie entsteht erstens aus den Kohletransporten, für die ein klar geringerer Rückgang zu erwarten ist als in den Jahren 2017 und 2018, zweitens durch Verlagerungen vom Lkw-Verkehr, die durch die Mauterhöhung ausgelöst werden, und drittens durch die Trassenpreissenkung, bei der allerdings die Annahme einer nicht vollständigen Weitergabe die Verlagerung spürbar reduziert. Insgesamt prognostizieren die Analysten ein Plus um 2,6 Prozent beim Aufkommen und 3,4 Prozent bei der Leistung. Im Jahr 2020 werden die expansiven Sondereinflüsse des kommenden Jahres entfallen, so dass geringere Wachstumsraten zu erwarten sind. Für den Kombinierten Verkehr ist auch für 2019 und 2020 eine deutlich überdurchschnittliche Expansion von 4,1 Prozent bis 5,7 Prozent zu erwarten.

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