Autonomes Fahren: Iveco und Plus schicken automatisierten Lkw auf die Straße

Mit dem Plusdrive-fähigen Iveco S-Way starten Iveco und Plus nach Abschluss eines strengen Validierungsprozesses mit den Tests auf öffentlichen Straßen. Der wichtige Schritt soll den Weg für die Serienproduktion des autonom fahrenden Lkw ebnen.

Wird in den kommenden Monaten auf deutschen Straßen immer wieder zu sehen sein: der Plusdrive-fähigen Iveco S-Way. (Foto: Iveco)
Wird in den kommenden Monaten auf deutschen Straßen immer wieder zu sehen sein: der Plusdrive-fähigen Iveco S-Way. (Foto: Iveco)
Christine Harttmann

Iveco und Plus haben bekannt gegeben, dass der mit der erweiterten Fahrerassistenzlösung Plusdrive ausgestattete S-Way in Deutschland seine Tests auf öffentlichen Straßen begonnen hat. Zuvor wurde ein umfangreicher Test- und Validierungsprozess durchgeführt, einschließlich nichtöffentlicher Streckentests, Datenvalidierung aus dem öffentlichen Straßenverkehr und Schulungen für Testfahrer. Dieser Schritt, die ersten Tests im öffentlichen Straßenraum, markiert einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur Serienproduktion, wie beide Unternehmen in einer gemeinsamen Presseerklärung mitteilen. Der TÜV SÜD war ebenfalls an der Überprüfung des Sicherheitskonzepts beteiligt, das die Grundlage für die Erprobung auf öffentlichen Straßen bildet.

Marco Liccardo, Chief Technology & Digital Officer bei der Iveco Group, erklärt:

„Die neue Generation leistungsstarker, KI-basierter, vorausschauender Sicherheitstechnologien wie Plusdrive macht den Lkw-Verkehr sicherer, einfacher und nachhaltiger und kann dazu beitragen, das Unfallrisiko zu senken, den Kraftstoffverbrauch zu senken, die Fahrerbindung zu verbessern und den Lkw-Fahrermangel in Europa zu vermindern. Wir freuen uns, in diese nächste Phase unserer Partnerschaft mit Plus einzutreten und die zunehmende Reife unseres Iveco S-Way mit Plusdrive durch Tests auf öffentlichen Straßen und den kommerziellen Betrieb zu demonstrieren.“

Das Plusdrive-System nutzt moderne KI-basierte Software für autonomes Fahren und Sensoren wie Lidar, Radar und Kameras, um dem Fahrer „eine nahezu übermenschliche Wahrnehmung der Fahrzeugumgebung“ zu ermöglichen. Auf deutschen Straßen sollen in den kommenden Monaten die Tests auf deutschen Straßen fortgesetzt und auf weitere europäische Länder wie Österreich, Frankreich, Italien und die Schweiz ausgeweitet werden, um reale Daten unter verschiedenen Straßen- und Fahrbedingungen zu sammeln. Dabei soll gezeigt werden, inwieweit Plusdrive sicher ist und automatisch unterstützte Manöver wie das Zentrieren der Fahrspur, das Einfädeln, Fahrspurwechsel und Stauassistenz durchführen kann.

Es sei stolz auf die Zusammenarbeit, sagt Shawn Kerrigan, COO und Mitbegründer von Plus. In Bezug auf den Erfolg des Straßentests gibt er sich zuversichtlich:

„Dieses Produkt hat bereits in einigen der weltweit größten Flotten im gewerblichen Straßengüterverkehr erfolgreich Einzug gehalten. Wir sind bestrebt, es so schnell wie möglich für weitere Flotten verfügbar zu machen, um einen größeren positiven Effekt zu erzielen.“

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