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Autonomer Liefervan Nuro

Das US-amerikanische Start-up-Unternehmen Nuro.ai kann dank der Unterstützung durch einen Investitionsfonds des japanischen Technologiekonzerns Softbank weiter durchstarten bei der Entwicklung des autonom fahrenden Lieferwagens.

Der Zugang in die Ladeluken erfolgt per App. Am Dach sorgt ausgeklügelte Sensorik für zuverlässige Funktion im Verkehr. (Foto: Nuro)
Der Zugang in die Ladeluken erfolgt per App. Am Dach sorgt ausgeklügelte Sensorik für zuverlässige Funktion im Verkehr. (Foto: Nuro)
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Johannes Reichel

Dank der Unterstützung durch einen Investitionsfonds des japanischen Technologiekonzerns Softbank können die Macher des R1-Roboterwagens für Lieferdienste ihr Projekt vorantreiben.Die Nuro.ai-Gründer arbeiteten einst unter anderem in Googles Roboterwagen, das heute in der Firma Waymo zusammengefasst wurde, die sich ebenso mit autonomem Fahren beschäftigt.

Aktuelles Projekt ist der R1, ein elektrisch angetriebener Roboterwagen, mit dem man Ende 2018 einen ersten Lieferservice in Scottsdale (Arizona) startete. Jetzt erhält Nuro.ai nach eigenen Angaben eine Riesen-Finanzspritze von 940 Mio Dollar (rund 834 Mio. Euro). Optisch ähnelt der kleine Kalifornier einem Van mit Ladeklappen. Hinter denen ist Platz zum Beispiel für mehrere Einkaufstüten oder Kartons.

Das Modell mit dem Namen R1 soll ohne menschlichen Fahrer auskommen und bietet deshalb weder Fahrersitz noch Elemente, um es zu steuern. Es fährt im Tempobereich bis 25 mph (40 km/h), verfügt über eine fußgängerfreundliche Crashstruktur und ein Arsenal aus zwölf Kamerasensoren, Lidar-, Radar-, Ultraschall-, sowie Audiosensorgen, um ein lebensechtes 360-Grad-Bild der Umgebung zu erstellen. Zudem seien die Brems- und Antriebssysteme redundant ausgelegt, skizziert der Hersteller.

Zur GPS-Ortung kommt noch die Onboard-Sensorik, die es erlauben soll, den Standort des Fahrzeugs zentimetergenau zu bestimmen. Der Nutzer kann den Standort auf dem Smartphone verfolgen und erhält einen Code zum Öffnen der Luken und kann seine Waren dann entnehmen. Welchen Anteil an der Firma Softbanks Vision-Fonds für die Zahlung erhielt, wurde nicht bekanntgegeben.

Der Fonds hatte fast 100 Milliarden Dollar für Investitionen in die Tech-Branche eingesammelt und stieg damit unter anderem groß beim Fahrdienst-Vermittler Uber ein. Umstritten war nach Medienberichten, dass ein erheblicher Teil des Geldes aus Saudi-Arabien stammt, von wo aus mittlerweile auch verstärkt in neue Techniken investiert wird. (Gregor Soller / Redaktion vision mobility, Johannes Reichel / Redaktion Logistra)

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