Antwerpen will Anteil der Bahn am Intermodal-Split verdoppeln

Mit zusätzlichen Bahnverbindungen will der Hafen Antwerpen Chemieunternehmen an Rhein und Ruhr besser an die ARA-Häfen anschließen.

Ehrgeizige Pläne: Der Hafen Antwerpen will bis 2030 den Anteil der Bahn am Güterverkehr verdoppeln. (Foto: Port of Antwerp)
Ehrgeizige Pläne: Der Hafen Antwerpen will bis 2030 den Anteil der Bahn am Güterverkehr verdoppeln. (Foto: Port of Antwerp)
Christine Harttmann

Bisher geht ein großer Teil der chemischen Güter von Amsterdam aus per Binnenschiff zu den Produktionsstätten an Rhein und Ruhr. Die Bahn spielt eine eher untergeordnete Rolle. Nun will der Hafen Antwerpen laut eigenen Angaben diesen Anteil bis zum Jahr 2030 zu verdoppeln – von aktuell acht auf rund 15 Prozent. Alleine im vergangenen Jahr seien mehrere Linienverbindungen auf der Schiene nach Deutschland und Europa ins Netzwerk aufgenommen worden. Auf anderen Verbindungen seien die Kapazitäten erweitert worden. Dabei habe sich, teilt der Hafenbetreiber mit, die Bündelung von Verkehren auf der letzten Meile als hilfreich erwiesen. Weniger Zugbewegungen erhöhen die Effizienz der Schienenverkehre und schaffen mehr Kapazitäten. Zudem können auf diese Weise auch kleine Transportvolumina und einzelne Wagen auf der Schiene transportiert werden.

Die chemische Industrie in Deutschland, speziell in Nordrhein-Westfalen, bezieht Importe von Rohstoffen und Vorprodukten über die ARA-Häfen. Allein über Antwerpen kommen jährlich rund drei Millionen Tonnen Güter. Katarina Stancova, als Senior Mobility Advisor Rail im Hafen Antwerpen verantwortlich, leitet daraus eine gewisse Verpflichtung ab:

„Der Hafen Antwerpen versteht sich als Partner der chemischen Industrie. Wir unterstützen die Entwicklung neuer Verbindungen im Hinterland deshalb ganz aktiv, denn allein multimodale Lösungen können Versorgungssicherheit und Nachhaltigkeit garantieren. Gerade die Schiene birgt hier große Potenziale, die es in den kommenden Jahren auszuschöpfen gilt“,

Und Saad Ait Aboulehcen, Projektleiter Chemion Logistik, betont:

„Die Stärkung eines nachhaltigen kombinierten Verkehrs erfolgt im Sinne der Kunden. Um nachhaltig und kundenorientiert Güter von der Straße auf die Schiene zu holen, plant auch Chemion einen weiteren Ausbau seiner Angebote im grenzüberschreitenden Verkehr zu den ARA-Häfen.“

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