Anhänger: ATC soll Fahrverhalten stabilisieren

Mit AL-KO Trailer Control (ATC) wird der Anhänger in kritischen Fahrsituationen automatisch abgebremst. Das System ist bei Wohnwagen schon seit mehreren Jahren im Einsatz.
Das Anti-Schleuder-System von AL-KO soll bei kritischen Situationen eingreifen und das Fahrverhalten stabilisieren. (Foto: AL-KO)
Das Anti-Schleuder-System von AL-KO soll bei kritischen Situationen eingreifen und das Fahrverhalten stabilisieren. (Foto: AL-KO)
Redaktion (allg.)

Um das Schlingern von Nutzanhängern zu reduzieren hat AL-KO das Anti-Schleuder-System AL-KO Trailer Control (ATC) entwickelt. Die Vorrichtung ist speziell bei Wohnwagen schon seit einigen Jahren im Gebrauch und bremst die Anhänger bei Bedarf leicht ab, verhilft ihnen so zurück in die Spur. Für die Nutzung reicht die vorliegende Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE). Das ATC muss nicht in die Fahrzeugpapiere eingetragen werden.

Wichtig bei der Handhabung an Nutzanhängern ist vor allem die Gewichtsbilanz des Anhängers: Diese muss stets in einem bestimmten Bereich liegen. Das gilt beispielsweise für Baumaschinen auf Trailern wie Kompressoren oder Betonpumpen sowie Autolifts, Generatoren, fahrbare Schrägaufzüge, Leitern und Anhängerkräne. Das ATC lässt sich ebenfalls bei anderen Spezialanhänger wie Food-Trailer, Anhänger mit Baucontainern und Verkehrsleitanhänger nutzen. Dieser fest definierte Gewichtsbereich sollte möglichst klein sein. Demnach gibt es verschiedene ATC-Versionen. Die Gewichtsklassen zwischen 1.300 Kilogramm und 2.000 Kilogramm werden dabei mit diversen Varianten der Einachser abgedeckt. Die Tandemanhänger verfügen über ein ATC-Portfolio von 1.600 bis 2.800 Kilogramm zulässigem Gesamtgewicht.

Während der Nutzung kontrolliert das ATC permanent das Fahrverhalten des Anhängers. Sensoren erfassen geringste Seitenbewegungen und Querbeschleunigungen. Bei kritischen Fahrsituationen, die den Anhänger ins Schlingern bringen, reagiert die ATC-Steuerungselektronik automatisch. Treten die charakteristischen Schwingungsperioden und Schwingungsverläufe auf, unterscheidet der ATC-Prozessor, wann ein Eingriff erforderlich ist und wann sich der Anhänger von alleine wieder kontrolliert. Je nach Situation wird dann sofort per Stellmotor die Anhängerbremse aktiviert und das Gespann sanft abgebremst.

Da das ATC direkt an der Achse sitzt und über das Bremsgestänge wirkt, sind keinerlei Eingriffe in die Auflaufeinrichtung erforderlich. Die komplette ATC-Sensorik, die Steuerelektronik und der Stellmotor für den Bremseingriff befinden sich in einem spritzwassergeschützten Gehäuse, welches sich gekoppelt mit Anhängerbremse an der Ache befindet. (mb)

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