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Aktuelles Urteil: Rausschmiss trotz Trunkenheit nicht rechtens

Ein entsprechendes Urteil des Hessischen Landesarbeitsgerichts (Az. 8 Sa 854/06) sagt, dass wer trotz absolutem Alkoholverbot stockbesoffen auf der Arbeit erscheint, deswegen nicht immer sofort fristlos entlassen werden kann.
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Redaktion (allg.)
Ein Lagerist und Staplerfahrer kam zur Spätschicht im offensichtlich angetrunkenen Zustand und wurde mit seiner Einwilligung vom Schichtleiter zum polizeilichen Alkohol-Test und dann nach Hause geschickt. Wegen der amtlich gemessenen 2,8 Promille kündigte die Firma dem Mann fristlos. In der allen Mitarbeitern jeweils bei Arbeitsaufnahme überreichten Funktionsbeschreibung stand nämlich, dass bei Verstößen gegen das absolute Alkoholverbot auf dem Werksgelände mit einer fristlosen Kündigung zu rechnen sei. Trotzdem war dieser Rausschmiss nicht rechtens. Denn der Betrunkene war gar nicht mehr dazu gekommen, unter Einfluss von Alkohol zu arbeiten. Er ist zwar in nicht arbeitsfähigem Zustand zur Arbeit erschienen und hat damit an diesem Tage der Firma schuldhaft seine Arbeitskraft verweigert. Doch eine solche Arbeitsverweigerung kann nur nach vorheriger erfolgloser Abmahnung eine Kündigung begründen. Der Arbeitgeber muss den Arbeitnehmer darauf hinweisen, dass er sein Verhalten als vertragswidrig ansieht und ihn warnen, dass bei einer Wiederholung die Beendigung des Arbeitsverhältnisses droht. Erst dann darf er zum letzten Mittel, der Kündigung, greifen. (swe)(sw)
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