Aktuelle Personenmeldungen (30/2021)

Das hat sich in den letzten sieben Tagen in Sachen Personen und Karriere in der Transport- und Logistikbranche getan:

Symbolfoto: Nastuh Abootalebi | Unsplash.
Symbolfoto: Nastuh Abootalebi | Unsplash.
Claudia Leistritz

Der Vorstand der BHV (Bremische Hafen- und Logistikvertretung) hat seine personelle Zusammensetzung geändert. Ausgeschieden als Präsidiumsmitglied ist zum 31.12.2020 Robert Howe; sein Amt als geschäftsführender Vorstand beendete zum 25.06.2021 Andreas Niemeyer. Neu ins Präsidium gewählt wurde Schriftführer Werner Pöser. Zu neuen geschäftsführenden Vorstandsmitgliedern wurden zudem auf der virtuellen ordentlichen BHV-Mitgliederversammlung am 8.6.2021 Jens Juknischke und Patrick Rehberg gewählt, die nun gemeinsam mit Ralf Miehe den Vorstand bilden. Weiters bestätigte die Mitgliederversammlung am gleichen Tag den aus insgesamt acht Mitgliedern bestehenden erweiterten BHV-Vorstand.

Albert Hutter, der Gründer des Transportunternehmens Transalbert im italienischen Schluderns, verabschiedet sich nach 27 Jahren in den Ruhestand. Schon im vergangenen Jahr übernahm die Hegelmann-Gruppe die Südtiroler Firma mit ihren 100 Mitarbeitern, 75 Lkw und 85 Aufliegern, die aber weiterhin autonom von ihrem Standort aus agieren wird. Parallel zur Transport-Sparte wurde auch der Dienstleistungs-Sektor mit einer Werkstatt für eigene und fremde Lkw, einer Waschanlage sowie einem Reifenservice auf- und ausgebaut, berichtet das Unternehmen. Nachfolger von Hutter als neuer Niederlassungsleiter wird Rudi Trafoier.

Wilfried Porth, 13 Jahre lang Personalvorstand von Daimler, beendet nach insgesamt 37 Jahren im Unternehmen auf eigenen Wunsch sein Mandat im Dezember 2021 und somit gleichzeitig mit der durch die Abspaltung von Daimler Truck geplanten Neuausrichtung der Daimler AG. Nachfolgerin als Personalvorständin und zugleich Arbeitsdirektorin wird laut Pressebericht Sabine Kohleisen. „Ich danke Wilfried Porth für seine hervorragende Arbeit in den vergangenen Jahren“, bedankte sich Ola Källenius, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG. „Besonders in Erinnerung bleiben werden uns sein Engagement für eine neue Führungskultur mit Leadership 2020, die nachhaltige Förderung von Diversity und sein unternehmerischer Einsatz für die Transporter und den Einkauf von Nicht-Produktionsmaterial.“ Porth studierte Maschinenbau und kam 1985 als Planungsingenieur im Bereich Zentrale Produktionsplanung in die damalige Daimler-Benz AG. Daran anschließend durchlief er verschiedene Führungspositionen im Unternehmen im In- und Ausland; darunter die Leitung und der Umbau des Mercedes-Benz Werkes in Südafrika oder die Tätigkeit als CEO der Mitsubishi Fuso Truck & Bus Corporation in Japan oder die Leitung von Mercedes-Benz Transporter. 2009 wurde Porth mit der Verantwortung für den IT-Bereich und den Einkauf von Nicht-Produktionsmaterial (International Procurement Services) Personalvorstand. Daneben ist Porth im Vorsitz des Arbeitgeberverbands Südwestmetall und Vizepräsident der IHK Stuttgart sowie ehrenamtlich engagiert wie in der Bürgerstiftung Stuttgart oder der Hanns-Martin Schleyer Stiftung. 2015 bis 2021 amtierte er als stellvertretender Vorsitzender im Aufsichtsrat des Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart. Kohleisen arbeitet seit 1990 im Unternehmen und wurde seit 2019 zur Personalvorständin und Arbeitsdirektorin der Mercedes-Benz AG bestellt.

Beim Landesverband Bayerischer Spediteure (LBS) wurde Henning Mack zum neuen Präsidenten gewählt. Er folgt auf Heinrich Doll, der nach 16 Jahren nicht mehr kandidierte. Mack amtete zuvor mit Manfred-Jürgen Fichtl als Vizepräsident des Verbandes. Bei seiner Antrittsrede bezeichnete er als seine wichtigste Aufgabe, den „Übergang von Kontinuität in die Herausforderung einer sich dramatisch wandelnden Branche weiter zu gestalten“, so der Pressebericht. Während der turnusgemäßen, erstmals virtuell abgehaltenen Mitgliederversammlung wurden zudem Fichtl sowie Ruth Pflaum und Thomas Eberl ins Vizepräsidium wiedergewählt. Wegen des laut LBS „wachsenden Kommunikationsbedarfs und der Teilhabe im öffentlichen Leben“ wurde das Präsidium zudem von drei auf vier Personen erweitert. Weiters kamen Katrin Eissler, Thomas Knechtel und Wolfgang Thoma ins Präsidium, als Ersatzmitglieder Alexander Doden, Josef Heiß und Herbert Rückerl. Dem Präsidium gehören außerdem „qua Amt“ die Vorsitzenden der LBS-Fachausschüsse an. Zum Ehrenpräsidenten gewählt wurde Heinrich Doll.

Die Häfen und Güterverkehr Köln (HGK) hat mit Dr. Jens-Albert Oppel ab Anfang 2022 einen neuen Chief Operating Officer (COO) und erweitert somit den bisher aus dem Vorsitzenden Uwe Wedig (CEO) sowie Wolfgang Birlin (CFO) bestehenden Vorstand. Dr. Oppel wird das operative Geschäft übernehmen und gleichzeitig für Digitalisierung, Qualität und Prozessmanagement verantwortlich sein. „Mit Dr. Oppel konnten wir einen erfahrenen Manager gewinnen, der sich sowohl im trimodalen Logistikgeschäft als auch in den Märkten der HGK-Gruppe bestens auskennt“, so die Vorsitzende des Aufsichtsrates der HGK Susana dos Santos Herrmann. Dr. Oppel ist derzeit noch Geschäftsführer des auf Flüssiggas spezialisierten Transport- und Logistikunternehmens Transgas. Zuvor war er in der gleichen Funktion beim Logistikdienstleister Seacon Logistics in Deutschland und Sprecher der Geschäftsführung der Niedersachsen Ports (Nports).

Das Softwarehaus Setlog, Anbieter von Supply Chain Management (SCM)-Lösungen, hat die Führungsebene erweitert und den langjährigen CTO Dmitry Chaykin zum Geschäftsführer für den IT-Bereich bestellt, um die technische Entwicklung der SCM-Software Osca voranzubringen. Somit leiten Chaykin sowie die Gründungsgesellschafter Guido Brackelsberg, Ralf Düster und Jakob Gielen das Bochumer Unternehmen mit seinen 50 Mitarbeitern zu viert. Chaykin wird für die Instandhaltung der IT-Struktur, die Personalentwicklung im IT-Bereich und die technische Ausstattung des Unternehmens, aber auch Sicherheitsthemen der internen und exterrnen IT-Infrastruktur und die „Umsetzung der technischen Vision“ für die cloudbasierte, seit 20 Jahren weiterentwickelte Software Osca mit verschiedenen Lösungen verantwortlich sein. Er studierte Wirtschaftsinformatik in St. Petersburg und begann seine Karriere 1997 als selbständiger IT-Experte in Russland. In Deutschland arbeitete er zunächst als Softwareentwickler in einem mittelständischen Unternehmen, kam 2002 wenige Monate nach Gründung von Setlog in die Zentrale als Senior Manager IT und begleitete die Entwicklung der Software Osca von Anfang an.

Seit 1. Juli neuer Geschäftsführer der tschechischen L.I.T. (Logistik, Information, Transport)-Gesellschaft ist Klaas Lange. Mit der Berufung gibt Gründer Simeon Breuer seine Geschäftsleitung auf, der die operativen Aufgaben bereits im vergangenen Jahr übergeben hatte. Lange wurde bei L.I.T. ausgebildet und wird vom Hauptsitz in Brake aus mit seinem an den Standorten Mělník und Kutná Hora lokalisierten fünfköpfigen Team den Ausbau des nationalen und internationalen Landverkehrs, eingeschlossen des intermodalen Verkehrs, leiten und verantwortlich sein für Business Development, Vertrieb sowie das Projektmanagement der L.I.T. Speditions GmbH. Zu seiner Hauptaufgabe zählt laut Breuer die Erschließung des tschechischen Marktes: „Tschechien ist zu einem Big Player unter den europäischen Industriestandorten herangewachsen. Vor allem für die Automobilindustrie ist das Land attraktiv.“ Wegen der vielen dort ansässigen Zulieferer eröffne sich die Möglichkeit, Schienentransporte und das Intermodalgeschäft auszubauen. Lange begann 2006 mit einer Lehre zum Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistungen im Unternehmen und arbeitete dann als Transportmanager für JIT-Linien bei L.I.T. International Forwarding in Großbritannien. Seine Studien schloss er 2012 mit dem Abschluss zum staatlich geprüften Betriebswirt an der Deutschen Außenhandels- und Verkehrs-Akademie in Bremen und einem anschließenden Studium an der Oxford Brookes University ab und arbeitet seit 2016 wieder bei L.I.T.

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