Air Cargo Netherlands: Zusammenarbeit in Krisenzeiten

In Krisenzeiten sollten Luftfahrtunternehmen mit der Politik aber auch untereinander eng kooperieren. Das fordert Air Cargo Netherlands.

 Ivo Aris (Air Cargo Netherlands): „Wir wissen nicht genau, welche Entwicklungen uns in den nächsten Monaten bevorstehen.“ (Foto: Medienbüro am Reichstag)
Ivo Aris (Air Cargo Netherlands): „Wir wissen nicht genau, welche Entwicklungen uns in den nächsten Monaten bevorstehen.“ (Foto: Medienbüro am Reichstag)
Christine Harttmann

Nach den massiven Einschränkungen im Rahmen der Corona-Pandemie, von denen auch die Luftfahrtbranche stark betroffen war, plädiert Air Cargo Netherlands für Zusammenarbeit in Krisenzeiten. Intensive Koordination und Kooperation mit Politik und Luftfrachtakteuren habe Air Cargo Netherlands in dieser Situation geholfen, den Probleme und Herausforderungen zu begegnen.

Ivo Aris, Vice President Europe Global Forwarding, C.H. Robinson, und Chairman of the Board von Air Cargo Netherlands, beschreibt, wie sich Air Cargo Netherlands eingebracht hat:

„Natürlich haben auch wir keine endgültige Antwort darauf, wie sich die Pandemie entwickeln wird. Wir können jedoch für Politik und Unternehmen mit Analysen und Szenarios beratend zur Seite stehen. Deshalb gab es auch in der Anfangszeit der Pandemie wöchentliche Treffen mit Vertretern des Verkehrsministeriums, um das weitere Vorgehen zu planen.“

Aktuell geht Aris von einer langsamen Erholung der Luftfracht aus und rechnet jedoch mit verschiedenen Schwierigkeiten. Denn nachdem es erst zu einem starken Einbruch der Produktionskapazitäten kam und die Nachfrage in vielen Bereichen deutlich zurückging, sein nun nicht ganz klar, wie sich Angebot und Nachfrage weiter entwickeln werden.

„Nach und nach werden die Kapazitäten wieder steigen. Allerdings wird es beispielsweise bei der Veröffentlichung neuer Produkte, aber insbesondere im Rahmen der Verteilung von Impfstoffen, zu weltweiten Engpässen in der Luftfracht kommen, weil die Kapazitäten nicht schnell genug wachsen werden.“

Aris betont auch, dass die Luftfracht die Krise meistern werde. In diesem Zusammenhang hebt er vor allem die globale Zusammenarbeit hervor, die in den letzten Monaten viele der durch die Pandemie verursachten Probleme gemildert hat.

„Wir können die Herausforderungen, vor denen die Luftfracht in den Niederlanden aktuell steht, sehr gut nachvollziehen, denn sie betreffen uns im gleichen Maße. Aber auch am Beispiel der Niederlande zeigt sich, dass grenzüberschreitende Zusammenarbeit der beste Weg ist, um die gegenwärtigen Herausforderungen anzugehen. Deshalb ist es unumgänglich, dass die Luftfahrtbranche auch in den nächsten Monaten an einem Strang zieht, um gemeinsame Lösungen zu finden.“, sagt Prof. Dr. Christopher Stoller, Präsident des Aircargo Club Deutschland.

Für die nächsten Monate hält Aris vor allem Anpassungsfähigkeit für ein wichtiges Gut. Er ist optimistisch, dass auch kleine Frachtunternehmen die Krise überstehen können, solange sie sich schnell und flexibel an die neuen Umstände anpassen:

„Wir wissen nicht genau, welche Entwicklungen uns in den nächsten Monaten bevorstehen. Aber ich bin mir sicher, dass es auch für kleinere Unternehmen Nischen und Lösungen geben wird, die aktuell noch nicht absehbar sind. Gute Frachtunternehmen finden immer einen Weg.“

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