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Adapterkonzept für den Nfz-Transport auf der Schiene

Vegatrans und KässbohrerTransportTechnik haben einen Ladungsträger entwickelt, der über ein Adaptersystem verfügt und Taschenwagen zum Auto-Transportwaggon erweitern soll.

Verladung von Iveco-Nutzfahrzeugen mit dem Roadraillink-System. (Foto:Vegatrans)
Verladung von Iveco-Nutzfahrzeugen mit dem Roadraillink-System. (Foto:Vegatrans)
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Anna Barbara Brüggmann

Die Vega International Car-Transport and Logistic-Trading Gesellschaft m.b.H (Vegatrans) und die TX Logistik AG (TXL) setzen künftig beim Nutzfahrzeugtransport auf der im September neu gestarteten Relation zwischen Sommacampagna-Sona bei Verona und Rheine ein System ein, das einen Standard-Taschenwagen zum Autotransportwaggon umfunktioniert.

Aktuell werden auf der Verbindung in zwei Rundläufen pro Woche Iveco-Kleintransporter aus Italien ins GVZ Rheine gebracht. Von dort werden wiederum für Italien bestimmte Scania- und Iveco-Lkw sowie neue Sattelauflieger verschiedener Hersteller nach Sommacampagna-Sona transportiert. Mithilfe des Systems „r2L“, das von Vegatrans und KässbohrerTransportTechnik (KTT) entwickelt wurde, kann dazu das gleiche Wagen-Equipment genutzt werden.

Der Ladungsträger ist mit mobilen und verstellbaren Rampen konstruiert und kann nach Unternehmensangaben in jedem Bahnterminal mit Reachstacker oder Terminalkran in den Standard-Taschenwagen T3000 verladen werden. Auf einen kompletten Zug mit 16 Doppeltaschenwagen passen so 96 Kleintransporter, 64 Lkw oder 32 Sattelauflieger. Möglich sind auch gemischte Ladevarianten.

Der komplette Terminal-zu-Terminal-Service für Vegatrans wird von TX Logistik übernommen, so auch das Wagenpark-Management und die 24/7-Überwachung durch das European Control Center.

„Mit roadrailLink können wir pro Zug 32 leichte Lkw mehr befördern als mit herkömmlichen Flachwagen“, so Franz Blum, Geschäftsführer und Gesellschafter von Vegatrans. Ein weiterer großer Vorteil bestehe in der universellen Einsetzbarkeit des Systems: „Erstmals können wir dadurch in der Automobillogistik auf der Schiene Inbound- und Outbound-Verkehre miteinander kombinieren und so noch effizienter gestalten.“

Durch die gemischte Ladung ist Berit Börke, Vorstand Vertrieb (CSO) der TX Logistik AG, zufolge eine flexible Gestaltung möglich, sodass man nicht an einen Fahrzeugtyp gebunden sei, sondern auch innerhalb einer Zugkomposition wechseln könne und die Kombination von Zugsystemen möglich sei. Aktuell sind insgesamt 64 r2L-Ladungsträger im Einsatz, darunter auch auf einer weiteren Linie zwischen Wörth am Rhein und Fernetti bei Triest.

„Wir entwickeln das System technisch fortlaufend weiter. Die nächste Serie von weiteren 32 Stück ist bereits in Bau“, erklärt Blum. Gemäß Unternehmensangaben ist zudem geplant, den Schienentransport für weitere Fahrzeuggattungen, beispielsweise gummibereifte Land- und Baumaschinen oder auch Busse zu ermöglichen. Das Adapter-Konzept könnte auch bei der Überführung schwerer Elektrofahrzeuge Verwendung finden. Gemeinsam mit Vegatrans sollen weitere neue Zugprojekte erarbeitet werden.

„Die nächsten Verkehre planen wir zwischen Italien und Polen sowie zwischen Österreich und Benelux“, so Blum.

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