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X-Track FH 500: Volvos Bau-Sattel mit Hydraulik-Vorderachse

Redaktion (allg.)
Auch Volvo kann jetzt den hydraulischen Vorderrad-Antrieb als Alternative für den vollwertigen Allradantrieb anbieten. Das System ist bestens in die Bausattelzugmaschinen der FH und FM-Reihe integrierbar und spart eine Menge Gewicht.

Im Vergleich zu einer konventionellen Allradlösung reklamiert Volvo einen Gewichtsvorteil von rund 600 Kilo. Das ist schon eine Hausnummer. Aber das vom Volvo-Hauspartner und Allrad-Spezialist Terberg zugelieferte Hydraulik-System kann daneben noch mehr als die ähnlich konfigurierten Produkte der Konkurrenten. In der von uns getesteten Variante, ist "X-Track" - so heißt der hydraulische Vorderachsen-Antrieb bei Volvo - mit dem "Creep Mode" ergänzt. Klingt creepy (unheimlich), ist es aber ganz und gar nicht.

Denn das Wort benennt auch die Fortbewegungsart des "Krabbelns". Und genau das kann der X-Track-Volvo, davon weiter unten mehr. An Fahrer-Assistenz-Systemen hat der FH 500 X-Track ebenfalls einiges zu bieten: Neben den üblichen Helfern wie ACC, Notfall-Bremsassistent, I-See und Berganfahr-Hilfe überwacht ein zusätzlicher Sensor den toten Winkel rechts neben der Zugmaschine (Spurwechsel-Warner). Weitere Unterstützung bietet das Volvo Medien-Paket mit 7-Zoll-Touchscreen-Bildschirm, DAB-Radio, Sprachsteuerung, integrierbaren Navigations- und Telematik-Funktionen, Internetverbindung und Bluetooth Freisprechanlage übers Smartphone. Ähnlich komplett präsentiert sich der Antriebsstrang diese FH 500: Neben dem hydraulischen Frontantrieb X-Track samt Krabbel-Modus ergänzt das erst voriges Jahr vorgestellte Crawler-Modul das zwölfstufige, voll automatisierte I-Shift-Getriebe. Das Crawler-Modul ist eine zusätzliche Übersetzungsstufe ins Langsame.

Während beim I-Shift-Getriebe normalerweise Rückwärts- und Anfahrgänge mit maximal 1:13,7, beziehungsweise 1:10,8 übersetzt werden, erlaubt das Crawler-Modul Übersetzungen von bis zu 1:32 in drei Vorwärts- und 1: 37 in zwei weiteren Rückwärts-Kriechgängen (Crawlern). Das heißt für die Praxis: Es sind zum Einen enorm langsame Rangiergeschwindigkeiten möglich, zum anderen erlaubt die weite Gesamtspreizung eine längere Hinterachs-Übersetzung für die Straße, was wiederum der Verbrauchs-Performance sehr entgegen kommt. Das Ganze wie bei einem Fernverkehrs-Fahrzeug mit einfach übersetzter Hinterachse (i=3,10) und Direktgang-Getriebe (1,0 im höchsten Gang). Eine Folge davon ist, dass sich der X-Track-Volvo mit Crawler-Modul mit nur 0,24 m/s rückwärts anschleichen kann - bei Leerlaufdrehzahl. Das ist in etwa vier Mal langsamer, als dies bei einer normalen Fernverkehrs-Auslegung ohne spezielle Crawler der Fall wäre.

 

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