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Mercedes Actros 1863

Redaktion (allg.)
Wo andere bis über 700 PS Nennleistung bieten, begrenzt Mercedes seine Flaggschiff-Leistung auf 630 PS. Nennleistung ist nun mal nicht alles, Drehmoment dagegen schon. Und das holt Daimler kostengünstig mit Turbocompound-Technik.

    Flaggschiffe sind meistens auch Dickschiffe. Soll heißen: Wer viel leistet, darf (muss) auch ein gerüttelt Maß an Masse auf die Waage bringen. Beim Actros 1863 in "Style-Line"-Ausführung (ein Wohn-Paket mit wertigen Oberflächen, Teppichen und etwas Leder) zeigt die Waage gut 8.100 Kilo, inklusive eines 75-Kilo-ISO-Fahrers sind es 8.180 Kilo. Und da ist noch kein Reserverad dabei, der zweite 400-Liter-Tank links ist zudem nicht angeschlossen, deshalb leer und sorgt lediglich für eine verbesserte Aerodynamik der Zugmaschine. Im Vergleich zu einer Standard-Sattelzugmaschine mit Hochdach und 13-Liter-Reihenmotor trägt der 1863 also etwa eine Tonne Mehrgewicht auf den Rippen. Damit wiegt die neueste Version von Daimlers Flaggschiff in etwa genauso viel wie ein Scania 730 (8.115 kg) oder ein Volvo 750, der mit 8.000 Kilo noch der leichteste unter den High-Power-Trucks ist. Vor zwei Jahren wog der Test-1863 übrigens noch 8.320 Kilo – der Wörther hat in der Zwischenzeit also fast 150 Kilo abgespeckt.

    Aber es hilft alles nichts: Die großen Motoren sind nun mal einen Tick schwerer, wobei der OM 473 des Actros mit 1.240 Kilo Trockengewicht noch zu den leichteren gehört. Der V8 des Scania 730 liegt in der Disziplin Motorengewicht bei 1.350 Kilo, der 16-Liter große Volvo-F16-Motor gar bei 1.472 Kilo. Aber aufgemerkt: MANs neuer D 38 mit 15,3 Liter Hubraum mischt ja auch noch in dieser Klasse mit und ist mit 1.114 Kilo nicht nur die neueste Konstruktion sondern auch die leichteste bei den Heavy-Duty-Dieseln. Das Mehrgewicht von rund einer Tonne im Vergleich zur gut sieben Tonnen schweren Standard-Zugmaschine kommt aber beleibe nicht nur durch die dicken Motoren zustande: Auch die Getriebe, die Drehmomente zwischen 3.000 und 3.500 Newtonmeter zu verarbeiten haben, sind entsprechend kräftiger gebaut und drücken aufs Gewicht. Dazu kommen noch etliche Kilo an meist Premium-Ausstattung, schließlich wird von einem Flaggschiff entsprechend Komfort erwartet.


 

 

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