In eine klimafreundliche Zukunft

Die HHLA AG eröffnet am Container Terminal Altenwerder weitere Stromtankstellen und schafft außerdem zusätzliche batteriebetriebene Containertransporter an.

Ein vollautomatischer Ladearms versorgt die AGV an den Stromtankstellen mit Ökostrom. Bild: HHLA
Ein vollautomatischer Ladearms versorgt die AGV an den Stromtankstellen mit Ökostrom. Bild: HHLA
Christine Harttmann
Terminallogistik

Die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) setzt ihre Nachhaltigkeitsstrategie auf den Terminalanlagen in der Hansestadt weiter konsequent um. Bis Ende des Jahres sollen am Container Terminal Altenwerder (CTA) sechs weitere Ökostromtankstellen für batteriebetriebene Containertransporter (AGV), von denen der Terminalbetreiber 16 zusätzliche Fahrzeuge anschafft, den Betrieb aufnehmen.

Die ersten beiden neuen Stromtankstellen kamen am 4. September am Ballinkai an. Sie dienen der Ökostromversorgung der automatisch fahrenden AGV-Flotte, die am CTA den Containertransport zwischen Kaikante und Containerblocklager sicherstellt. In den nächsten Wochen sollen laut einer Pressemeldung der HHLA vier weitere Ladeeinheiten, die jeweils in einem 20-Fuß-Container untergebracht sind, an den Terminal übergeben werden. Damit steigt die Zahl der Stromtankstellen am CTA bis Ende 2020 auf 13, im nächsten Jahr sollen fünf weitere hinzukommen.

Indem es an seinem Hamburger Terminal die klimafreundliche Energieversorgung ausbaut, will das Unternehmen den Betrieb seiner wachsenden batteriebetriebenen AGV-Flotte sicherstellen. Gut die Hälfte der Fahrzeuge, die am Terminal im Einsatz sind, werden bereits mit Lithium-Ionen-Batterien betrieben. Bis zum Ende des Jahres will die HHLA nun noch weitere 16 dieser Fahrzeuge anschaffen. Bis Ende 2022 soll der gesamte Fuhrpark mit aktuell knapp 100 Fahrzeugen auf Lithium-Ionen-Batterieantrieb umgestellt sein. Dadurch würden dann, so rechnet der Terminalbetreiber vor, jährlich rund 15.500 Tonnen CO2 und rund 118 Tonnen Stickoxid weniger ausgestoßen. Denn die elektrifizierten AGV fahren lokal ohne CO2-, Stickoxid- und Feinstaub-Emissionen.

Weiter heißt es, dass auch betriebswirtschaftlich die batteriebetriebenen Fahrzeuge attraktiv seien, weil bei ihnen das Verhältnis der eingesetzten Energie zur realen Antriebsleistung etwa drei Mal höher sei als bei Diesel-AGV. Als weitere Vorteile der Lithium-Ionen-Batterien nennt das Unternehmen ihre Ladezeit, die nur eineinhalb Stunden betragen soll, sowie ihre hohe Lebensdauer und Wartungsfreiheit.

HHLA-Umweltstrategie

Die Umstellung der AGV-Flotte am CTA, die von der Hamburger Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Rahmen des Förderprogramms „Energiewende in Unternehmen“ unterstützt wird, ist ein wichtiger Baustein der HHLA-Nachhaltigkeitsstrategie, die die Halbierung der CO2-Emissionen bis 2030 und die Klimaneutralität des Gesamtkonzerns bis 2040 zum Ziel hat. Aufgrund seines hohen Automatisierungs- und Elektrifizierungsgrades ist der CTA schon jetzt die weltweit erste zertifiziert klimaneutrale Umschlaganlage für Container. Terminalprozesse, die heute noch CO2-Emissionen verursachen, werden sukzessive auf elektrifizierten Betrieb umgestellt oder die Umstellung wird zumindest erprobt. Über sogenannte Emissionsreduktions-Zertifikate kompensiert die HHLA die derzeit noch emittierten CO2-Emissionen und unterstützt dabei klimafreundliche Projekte. Ziel ist es, den Kompensationsbedarf immer weiter zu reduzieren, was durch den Ausbau der batteriebetriebenen AGV-Flotte vorangetrieben wird. ha

◂ Heft-Navigation ▸

Artikel In eine klimafreundliche Zukunft
Seite 5 | Rubrik UNTERNEHMEN