Adé Kohle und Öl

Der Lkw-Bauer verzichtet in seinen zehn großen Werken weltweit auf fossile Brennstoffe und schafft damit den Übergang zu einer dekarbonisierten 
Produktion.

Scania hat das Ziel erreicht, in den Produktionsstätten weltweit auf fossile Brennstoffe zu verzichten. Bild: Scania
Scania hat das Ziel erreicht, in den Produktionsstätten weltweit auf fossile Brennstoffe zu verzichten. Bild: Scania
Christine Harttmann
Scania

In allen seinen zehn Produktionsstätten weltweit verzichtet Scania zukünftig auf fossile Brennstoffe. Der Hersteller setzt damit laut eigenen Angaben das selbst gesetzte Ziel für das Jahr 2020 um. Weiter teilt das Unternehmen mit, dass die letzte große Produktionsanlage, die den Ausstieg aus fossiler Energie vollzieht, die im argentinischen Tucumán sei. Künftig werde die mit Strom aus einem Windpark versorgt.

„Wir haben hart gearbeitet, um in diesem Jahr das Ziel zu erreichen, in unseren Industriebetrieben auf fossile Brennstoffe zu verzichten“, kommentiert Leif Borgstedt, Senior Energy Advisor bei Scania. „Wir beziehen Strom von einer Vielzahl von Lieferanten mit Herkunftsnachweisen und anderen gleichwertigen Zertifikaten, die sicherstellen, dass er aus erneuerbaren Energiequellen wie Wasser-, Wind- und Sonnenenergie erzeugt wird.“ Von den zehn Produktionsstätten befinden sich drei in Schweden und zwei in den Niederlanden und je eine in Argentinien, Brasilien, Finnland, Frankreich und Polen. Zusammen verbrauchen sie jährlich fast 450.000 Megawattstunden. Der Übergang zu fossilfreier Elektrizität entspricht, so jedenfalls berechnet es Scania, einer jährlichen Einsparung von 33.000 Tonnen CO2. Insgesamt produzierte das Unternehmen damit im vergangenen Jahr 91.700 Lkw, 7.800 Busse sowie 10.200 Industrie- und Schiffsmotoren.

Wissenschaftsbasierte Ziele

„Scania ist auf dem ehrgeizigen Weg, seinen CO2-Fußabdruck zu reduzieren, und hat sich für die kommenden Jahre wissenschaftsbasierte Ziele als Leitlinie gesetzt“, sagt Andreas Follér, Leiter der Nachhaltigkeit bei Scania. „Diese umfassen nicht nur unsere eigenen Aktivitäten, sondern beinhalten auch Reduktionsziele für indirekte Emissionen, die bei der Verwendung unserer Produkte entstehen.“

Der Fahrzeugbauer strebt an, dass er bis 2025 seinen Kohlenstoffausstoß halbiert im Vergleich zu 2015. Die gleiche Reduzierung soll im Landverkehr pro transportierte Tonne erreicht werden. „Die Dekarbonisierung unserer industriellen Aktivitäten stellt einen Meilenstein auf unserem Weg dar und ist ein klarer Ausdruck unseres Engagements für das Erreichen der wissenschaftsbasierten Ziele“, erklärt Follér. Der Hersteller schwerer Nutzfahrzeuge gibt an, dass er der Erste in seiner Branche war, dem die Science Based Target initiative (SBTi) die weitreichenden Klimaziele offiziell genehmigte. Scania hat sich verpflichtet, die Ziele der Pariser Klimaschutzvereinbarung zur Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5° C über dem vorindustriellen Niveau zu erreichen. ha

◂ Heft-Navigation ▸

Artikel Adé Kohle und Öl
Seite 7 | Rubrik UMWELT UND VERKEHR