Die Nacht der Visionäre

14 besonders nachhaltige Ideen von 13 Unternehmen haben den diesjährigen Wettbewerb um den Europäischen Transportpreis für Nachhaltigkeit gewonnen.

Die Tische im Saal sind festlich geschmückt. Bild: HUSS-VERLAG
Die Tische im Saal sind festlich geschmückt. Bild: HUSS-VERLAG
Christine Harttmann
ETPN-Preisverleihung

Was für ein toller Abend – was für tolle Preisträger! Mit dem Europäischen Transportpreis für Nachhaltigkeit 2024 wurden auch in diesem Jahr wieder Unternehmen ausgezeichnet, die sich in besonderem Maße für Nachhaltigkeit engagieren. Ausgelobt von der Zeitung Transport, bewertet von einer hochkarätigen Fachjury.

Am 30. November war es soweit: Zum siebten Mal in Folge ging die Auszeichnung an Unternehmen, die mit besonders nachhaltigen Produkten und Ideen aus der Nutzfahrzeugbranche punkten konnten. 14 auszeichnungswürdige Konzepte von 13 Bewerbern wurden im zwölften Jahr des Europäischen Transportpreises für Nachhaltigkeit (ETPN) prämiert. Bei ihnen allen greifen wirtschaftlicher Erfolg und soziale Verantwortung sowie Umwelt- und Klimaschutz ineinander. Schmitz Cargobull wurde gleich in zwei Kategorien ausgezeichnet. Darüber hinaus vergab die Redaktion drei Sonderpreise außer Konkurrenz. Sie gingen an Transportunternehmen und Speditionen, die sich in besonderer Weise um Nachhaltigkeit im Klimaschutz verdient gemacht haben.

Seit 2011 eine feste Größe

Die Konkurrenz war auch in diesem Jahr wieder groß: Insgesamt gingen knapp 50 Bewerbungen ein, die allesamt zeigten, dass das Thema Nachhaltigkeit mittlerweile in sehr vielen Unternehmen zu einem festen Bestandteil des unternehmerischen Handelns geworden ist. Die Bandbreite der von der Jury zu bewertenden Produkte, Dienstleistungen und Konzepte reichte von pfiffigen Komponenten über komplexe Fahrzeugkonzepte und ausgeklügelte Servicekonzepte bis hin zu visionären Strategien.

Seit 2011 lobt die Fachzeitung Transport den Preis alle zwei Jahre für das Folgejahr an Unternehmen der europäischen Nutzfahrzeug- und Zulieferindustrie aus. In einem Jahr, in dem auf einer Weltklimakonferenz in Saudi-Arabien erstmals ernsthaft und länderübergreifend über den endgültigen Ausstieg aus der fossilen Verbrennung diskutiert wird, zeigt sich der Europäische Transportpreis für Nachhaltigkeit damit zwölf Jahre nach seiner ersten Verleihung aktueller denn je.

Bewertung nach Punkten

Die Bewertung der Bewerbungen erfolgte nach einem Punktesystem. Dazu mussten die Bewerber verschiedene Fragen beantworten, die unterschiedlich gewichtet wurden. Dabei ging es um Ökonomie und Prozessoptimierung, um die Ökobilanz sowie um die soziale Verantwortung für Umwelt, Mitarbeiter und Mitbürger. Die hochkarätig besetzte Jury bewertete die Einreichungen nach einem vorgegebenen Punkteschema.

Mitglieder der Jury für den Europäischen Transportpreis 2024 waren: Prof. Dr. Dirk Engelhardt (Vorstandssprecher, BGL – Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung e.V., Frankfurt am Main), Anja Ludwig, (Leiterin KompetenzCenter KRAVAG-LOGISTIC Versicherungs-AG, Hamburg), Pascal Mast (Director Sustainable Technologies bei TÜV SÜD Auto Service, Leinfelden-Echterdingen) sowie Christine Harttmann (Chefredakteurin der Zeitung Transport, HUSS-VERLAG, München) und Robert Domina (Redakteur der Zeitung Transport, Ressortleiter Test + Technik, HUSS-VERLAG, München).

Innovative Wege

Auf die immensen Aufgaben, mit denen sich die Branche angesichts fortschreitender Digitalisierung konfrontiert sieht sowie die stetig steigenden Anforderungen an Nachhaltigkeit und Umweltschutz, wies Christoph Huss, geschäftsführender Gesellschafter vom HUSS-VERLAG, in seinen einleitenden Worten zur diesjährigen Prämierungsfeier in der Münchner Freiheitshalle hin. Der Druck, CO2-Emissionen zu reduzieren und alternative Antriebe zu entwickeln, aber auch Kosten durch geringere Verbräuche und verbesserte Abläufe zu sparen, nehme stetig zu.

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Christoph Huss betonte, dass es nicht zuletzt aufgrund der aktuellen politischen Diskussionen, neuen Gesetzgebungen und Umweltvorschriften unerlässlich sei, dass die Branche innovative Wege geht und sich den zukünftigen Anforderungen stellt. „Denn gerade die Transportbranche hat einen maßgeblichen Einfluss auf die CO2-Emissionen und den Ressourcenverbrauch und somit Möglichkeiten, den ökologischen Fußabdruck zu verringern.“

Ansporn für mehr

In diesem Zusammenhang sei es gerade einem Medienunternehmen ein besonderes Anliegen, Leserinnen, Leser und Kunden bestmöglich zu informieren und zu unterstützen. Die Zeitung Transport und die Periodika des HUSS-VERLAGS böten eine breite Palette von fundierten Informationen und Fachwissen, um Transportunternehmern und Lkw-Herstellern dabei zu helfen, die aktuellen Herausforderungen zu meistern und sich erfolgreich in der Branche zu positionieren.

Die Verleihung des Europäischen Transportpreises für Nachhaltigkeit sieht er als Gelegenheit, die Besten der Branche zu ehren und somit einen maßgeblichen Beitrag zur Aufklärung und Orientierung in dieser dynamischen Branche zu leisten. „Gleichzeitig soll dieser Preis auch ein Ansporn für weitere Fortschritte in Richtung Nachhaltigkeit im Transportwesen sein“, fügte Christoph Huss hinzu.

Rainer Langhammer, Geschäftsführer im HUSS-VERLAG, der die Gäste durch den Abend führte, betonte, dass ein Award für Nachhaltigkeit selbstverständlich das Thema Klimawandel und die viel diskutierte Energiewende beinhalte. Die geforderte Reduktion von Treibhausgasemissionen setze alles Bisherige in den Schatten. An die Preisträger adressiert betonte Langhammer: „Ihren Mut, Ihren Fleiß und Ihre unternehmerische Leistung – hierfür erhalten Sie heute, meine lieben Preisträger unsere Auszeichnung und die Würdigung durch die Jury und das Publikum.“ ha

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Artikel Die Nacht der Visionäre
Seite 13 | Rubrik UMWELT UND VERKEHR