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Mit Vorteilen verbunden

Die Bundesregierung hält die Verlagerung von Großraum- und Schwertransporten auf Binnenschiffe für wünschenswert. Doch dem Verkehrsträger brechen viele andere klassische Einsatzbereiche weg.

Auch weil weniger Kohle verfeuert wird, geht die Transportmenge beim Schüttgut seit Jahren zurück. Bild: Rheincargo
Auch weil weniger Kohle verfeuert wird, geht die Transportmenge beim Schüttgut seit Jahren zurück. Bild: Rheincargo
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Christine Harttmann
Binnenschiff

Großraum- und Schwerlasttransporte auf die Wasserstraße verlagern ist sinnvoll, so die Aussage der Bundesregierung. In unterschiedlichen Bereichen sei das „mit organisatorischen und infrastrukturellen Vorteilen verbunden“. Wie aus einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke hervorgeht profitiert die Branche davon, dass die Wasserstraße ausreichend freie Kapazitäten hat. Die Abmessungen und Ladungsgewichte der Schwertransporte stellten keine besonderen Anforderungen an den Transport auf der Wasserstraße und könnten mit der vorhandenen Infrastruktur ohne zusätzlichen Aufwand zuverlässig abgewickelt werden, schreibt die Regierung.

Auf die Frage, warum die Binnenschifffahrt entgegen allen anderen Verkehrsträgern zwischen 2009 und 2017 keine Steigerung ihres Verkehrsaufwandes verzeichnen habe können, heißt es in der Antwort: Das Haupttätigkeitsfeld der Binnenschifffahrt sei nach wie vor der Transport von Massengütern und hier vor allem der Transport von Kohle, flüssigen Mineralölerzeugnissen und Baustoffen. In dem oben genannten Zeitraum sei der Bedarf der deutschen Energiewirtschaft an Kohle erheblich zurückgegangen, schreibt die Regierung. Zusätzlich hätten sich die Bezugsländer der verbleibenden Importkohle geändert, die als Folge innerhalb Deutschlands vermehrt mit der Bahn befördert worden sei.

Ein weiterer Effekt, der sich bei der Verkehrsleistung der Binnenschifffahrt in diesem Zeitraum bemerkbar gemacht habe, sei der deutliche Rückgang der Transitverkehre mit dem Binnenschiff durch Deutschland, insbesondere aus den niederländischen Seehäfen in umliegende Staaten. Darüber hinaus sei die Binnenschifffahrt im Zeitraum 2009 bis 2017 verschiedenen dämpfenden äußeren Einflüssen wie Hoch- oder Niedrigwasser und Havarien ausgesetzt gewesen, heißt es in der Antwort. ha

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Seite 4 | Rubrik POLITIK UND WIRTSCHAFT
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