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MAN-Fahrerschulung „Profi-Drive“: Coaching per Telefon

Intensive Fahrstilberatung zwischen Coach und Fahrer. Das Fahrer-Monitoring erfolgt über die Daten von MAN Telematics (Foto: MAN Truck & Bus).
Intensive Fahrstilberatung zwischen Coach und Fahrer. Das Fahrer-Monitoring erfolgt über die Daten von MAN Telematics (Foto: MAN Truck & Bus).
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Robert Domina

Die MAN-Fahrerschulung „Profi-Drive“ geht neue Wege: Mit dem Programm „Connected Co-Driver“ proben die Münchner seit Kurzem einen völlig neuen Ansatz in der Weiterbildung von Fahrern

„Wir müssen neue Antworten finden“, sagt Andreas Griem, 54, Leiter des Weiterbildungs-Zentrums von „MAN Profi-Drive“ in Ismaning. Antworten auf vielerlei Fragen: Die Ausbildungspakete nach dem Berufskraftfahrerqualifikationsgesetz bieten die Münchner in zehn Modulen an. Ganz oben stehen dabei verschiedene Kursformen zum Thema wirtschaftliches Fahren, aber auch die Module zur Ladungssicherheit und zu Lenk- und Ruhezeiten. Bis zu 8.000 Kurse zur Berufskraftfahrerweiterbildung realisiert MAN Profi-Drive in ganz Deutschland pro Jahr.

Mit den Kursen und Fahrtrainings befriedigt man nicht nur die gesetzlichen Vorgaben. „Die Herausforderung ist auch“, so Griem, „auf neue Techniken – Stichwort GPS-Tempomat – einzugehen und neue Lehrmethoden zur rationellen und sicheren Übermittlung eines wirtschaftlichen Fahrstils weiterzuentwickeln.“

Und da hat sich in der Tat einiges getan. Die bewährte Vorher-nachher-Methode mit Eingangsfahrt, Schulung und abschließender Ausgangsfahrt ist zwar immer noch eine Hauptsäule in der Fahreraus- und -weiterbildung bei ein- und mehrtägigen Kursen. Jetzt kommt aber ein neuer Ansatz hinzu: der „Connected Co- Driver“.

Der Name ist quasi Programm: der Fahrer wird dabei an seinem Arbeitsplatz von einem erfahrenen Trainer per Telefon kontaktiert und direkt gecoacht. Dafür benötigt der Trainer aussagefähiges Datenmaterial, das den Fahrstil des Fahrers eindeutig aufzeichnet und interpretiert. Diese Daten liefert MAN Telematics. Die Hardware dazu ist seit 2014 serienmäßig in allen „TGX“ und „TGS“ verbaut. Sie kann softwareseitig in verschiedenen Stufen freigeschaltet werden und liefert alle nötigen Geschwindigkeiten, Verbräuche, Angaben über Bremsdauer, Tempomatnutzung und vieles mehr.

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Für ein Coaching per Connected Co-Driver bietet MAN Profi-Drive einen Dreimonatsvertrag für 450 Euro an. „Ein Beitrag, der sich praktisch schon während des Coachings amortisiert“, verspricht Griem. „Wir erzielen im Schnitt eine Verbrauchsverbesserung von zehn Prozent.“ Damit mache sich das Telefon-Coaching in kürzester Zeit bezahlt.Zu viel und zu heftig
Im Gespräch wird der von MAN Telematics aufgezeichnete Fahrstil des Probanden durchgesprochen. Hat er zu viel und zu heftig gebremst, ist das zum Beispiel ein Hinweis auf eine noch zu verbessernde, vorausschauende Fahrweise. Wie sehen die durchschnittlichen Drehzahlen aus, wie der Einsatz des Tempomaten?

Ein ganzes Bündel an Messgrößen zeigt klar das Fahrverhalten auf, eventuelle Defizite im Fahrstil treten sofort zutage und werden angesprochen. „Das gute an dieser Lernmethode ist“, so Stephan Landgraf, „dass sie durch die relativ lange Begleitzeit sehr nachhaltig ist.“

Der Lernerfolg verflüchtigt sich also nicht, wie bei den normalen Kursen üblich, oft schon nach einem Jahr im Schnitt um die Hälfte, sondern bleibt viel stärker haften. Dass die Fahrer diese Art der Weiterbildung nicht nur sehr schätzen, sondern dadurch auch stark motiviert werden, zeigt sich schon daran, dass viele Fahrer während des Coachings von sich aus ihren Trainer anrufen und Fragen stellen oder Zwischenergebnisse abrufen, um Änderungen in ihrer Fahrweise direkt zu überprüfen.

Aber auch der Arbeitgeber profitiert vom Programm Connected Co-Driver. Ein MAN-Kunde hat es gegenüber Griem mal so formuliert: „Ach so: Ich brauche also keinen Schulungsraum, kein Schulungsfahrzeug, keinen Extra-Diesel und den Fahrer muss ich auch nicht freistellen? Wo kann ich unterschreiben?“

Es scheint, als würde der ­Connected Co-Driver ein Modell der Zukunft werden. Denn auch der Ausbilder ist in seiner Arbeitsweise sehr flexibel. Außer der von MAN Telematics gelieferten Fahrstilanalyse benötigt er nur noch ein Telefon. Ob er nun vom Büro, von zu Hause „oder vom Strand aus“ coacht, so Griem lachend, ist einerlei, Hauptsache, der Lernerfolg stellt sich ein. Transport, 18.12.2015

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