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Kooperation: Wenn die Waren sprechen

Zur Überwachung seiner Seecontainer setzt Michelin das neue System von Here und Sigfox bereits ein. (Foto: Michelin)
Zur Überwachung seiner Seecontainer setzt Michelin das neue System von Here und Sigfox bereits ein. (Foto: Michelin)
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Christine Harttmann

Das Internet der Dinge wollen Here und Sigfox nutzen und Güter während des Transports verfolgen. Als einer der Ersten trackt Michelin damit seine Seecontainer auf ihren Reisen über die Weltmeere.

Bei der Ortung von Waren und Gütern setzen Here Technologies und Sigfox auf das Internet der Dinge (IoT). Im Rahmen einer eigens dafür geschlossenen Kooperation haben die beiden Partner eine App speziell für die Logistik entwickelt. Sie ermöglicht einen neuen globalen Lokalisierungsservice. Dieser basiert einerseits auf den globalen WLAN-Hotspot-Standortdaten von Here und andererseits auf dem weltweiten Netzwerk von Sigfox das Technologie zur Geolokalisierung vorhält. Sowohl Industrie als auch Endanwender wollen die Kooperationspartner mit ihrem System in die Lage versetzen, die Sendungen und Waren jederzeit lokalisieren zu können – egal ob innerhalb von Lagerhallen, Fabriken und anderen Gebäuden oder ob unterwegs auf de

Die beiden Partner sprechen den sogenannten IoT-Tracking-Lösungen enormes Markt-Potenzial zu. Mit mehr als 90 Millionen verschifften Containern pro Jahr, und davon 20 Millionen von europäischen Firmen, ist der globale Supply-Chain-Markt ein bedeutender Wirtschaftszweig und bietet ein riesiges Potential für das Internet der Dinge. Sigfox und Here zitieren außerdem eine Studie von DHL und Cisco, laut derer sich damit ein wirtschaftlicher Mehrwert von 1,9 Billionen US-Dollar schaffen lässt. Bislang verfügbare Echtzeit-Lokalisierungs-Services seien aufgrund zu hoher Kosten und begrenzter Batterielaufzeiten nicht überall anwendbar, heißt es seitens Here und Sigfox. Probleme bereitete bisher auch das Senden der Positionsdaten aus den Containern heraus. Die Unternehmen sind deswegen schon lange auf der Suche nach geeigneten Alternativen, mit denen sie alle diese Beschränkungen überwinden können.

Eine günstige Lösung

Nun soll die Partnerschaft von Here und Sigfox die Tracking-Möglichkeiten vor allem den Unternehmen erleichtern, die sich andere, teure Geolokalisierungsdienste bislang nicht leisten konnten. Diese befähige das entwickelte System wertvolle Daten zu erfassen, so die Mitteilung. Den Unternehmen solle das dann bei der Optimierung ihres Warenflusses helfen. Das wiederum könnte sich positiv auf die Transportbedingungen auswirken und darüber hinaus Firmen unterstützen, die ihre Servicezuverlässigkeit verbessern wollen.

Als einer der ersten profitiert Michelin von der neuen Partnerschaft. Der Technologiekonzern hat kürzlich ein System für das Tracking von Seefrachtcontainern in Echtzeit vorgestellt. Der Reifenhersteller hatte sich im Vorfeld an der Entwicklung dieser Lösung beteiligt, die er jetzt für einige seiner wichtigsten interkontinentalen Warenströme nutzt.

Der internationale Warenverkehr könne mehr als 200 Interaktionen und mehr als 25 Akteure umfassen, wie Spediteure, Binnentransportunternehmen, Hafenumschlag, Zoll, Schifffahrtslinien und Warenempfänger, beschreibt Michelin die komplexen Aufgaben. Daher hätten Spediteure sehr oft das Problem, den Verlauf ihrer Seefracht-Container in Echtzeit zu verfolgen. Nun soll die von Here und Sigfox entwickelte Lösung Abhilfe schaffen. Für Speditions-Container ermöglicht sie Michelin zufolge einen durchgängigen Geolokalisierungs-Service in Echtzeit vom ersten Auslieferungslager bis zum Anlieferort. Den Unternehmen bietet das Vorteile, weil sie ihre Vorlaufzeiten verkürzen können, im Falle von Verspätungen gewarnt werden und angemessene Transportbedingungen sicherstellen können. Zu guter Letzt können Versender auch neue Services für ihre Kunden entwickeln und auch ihr Geschäftsmodell erweitern.

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