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Insolvenzmanagement - das Zahlungsverhalten von Kunden genau beobachten

Wer einen Kunden allzu oft mahnen muss, sollte hellhörig werden. (Foto: Rainer Sturm/pixelio.de)
Wer einen Kunden allzu oft mahnen muss, sollte hellhörig werden. (Foto: Rainer Sturm/pixelio.de)
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Redaktion (allg.)

Große Außenstände können die Existenz eines Betriebes gefährden. Helfen kann dagegen nur, rechtzeitig die Zahlungskonditionen zu ändern oder sich ganz von dem Kunden zu trennen.
Oft unterschätzen Unternehmen aus der Transportbranche das Insolvenzrisiko wichtiger Kunden. Das gilt insbesondere dann, wenn der Kunde bis dato seine Rechnungen zum größten Teil beglichen hat – wenn auch mit starkem Verzug und nicht immer vollständig. Dabei könnte bereits dann Gefahr im Verzug sein, wenn der Kunde seinen Zahlungsverpflichtungen gegenüber dem Spediteur wiederholt nur unvollständig und mit übermäßiger Verspätung nachkommt.
In einem solchen Fall sollte das Transportunternehmen das Zahlungsverhalten seines Kunden genau beobachten, um rechtzeitig geeignete Maßnahmen ergreifen zu können. Dafür muss er sich als allererstes ein genaues Bild über die noch offenen Forderungen seines Kunden ihm gegenüber verschaffen. Er benötigt dazu Informationen darüber, welcher Forderungsbetrag aktuell zur Zahlung ansteht und welcher bereits überfällig ist. Bezüglich der überfälligen Zahlungen besteht vornehmlicher Handlungsbedarf: Deren weitere Bearbeitung sollte der Transportunternehmer zur Chefsache erklären, je nachdem, wie hoch der Betrag ist und wie brenzlig die wirtschaftliche Situation beim Transportkunden ausfällt.
Lieber Hoffen als Handeln
Oft schrecken die Unternehmen allerdings davor zurück, die geeigneten Maßnahmen zu treffen. Sie befürchten, ihren Kunden vor den Kopf zu stoßen und hoffen lieber darauf, dass sie schon noch irgendwie an ihr Geld kommen werden. Dabei vergessen sie, dass sie, vor allem dann, wenn einer ihrer Großkunden einen hohen Betrag schuldig bleibt, selbst in größere finanzielle Schwierigkeiten geraten könnten. Schon um die Arbeitsplätze im eigenen Betrieb oder das eigene Unternehmen als ganzes nicht zu gefährden, dürfen sie im Zuge eines geeigneten Krisenmanagements daher vor unangenehmen Entscheidungen nicht zurückschrecken.
Patentrezept Fehlanzeige
Ein generelles Patentrezept, wie sich der Unternehmer im Falle eines Falles verhalten sollte, existiert nicht. Wie drastisch seine Reaktion gegenüber einem Kunden ausfallen muss, hängt vom jeweiligen Einzelfall ab. Dabei gilt: Je höher das Risiko zu bewerten ist, desto deutlicher sollte die Maßnahme ausfallen. Eine erste Option wäre es, den Kreditrahmen, den der Transportunternehmer seinem Kunden einräumt, deutlich zu verkleinern. Als zweite mögliche Maßnahme bietet sich eine spürbare Verkürzung des Zahlungszieles an. Sollte auch das noch zu riskant erscheinen, dann kann der Unternehmer von einzelnen Kunden auch Vorkasse verlangen. Kann der Transportkunde nicht in bar bezahlen, dann sollte der Transportunternehmer ganz genau überlegen, ob er überhaupt weiter Ladungen für seinen Kunden transportiert.Quellenhinweis Bilder (tlw.): Pixelio(boe)

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